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Clavichord-/Virginalspielerin aus der "Serie der sechs großen Musik-Soli"

Ident. Nr.: HF 502

ObjID: obj:2387403

Details (expert)

Involved
Entwurf: Johann Christian Wilhelm Beyer (27.12.1725–23.03.1796),
Bildhauer*in
Ausführung: Ludwigsburger Porzellanmanufaktur (exist. 1758-2016),
Hersteller*in
Dating
um 1766
Geographical references
Dimensions
Höhe: 19 cm
Breite: 11 cm
Tiefe: 15,5 cm

Object Description

Die Figur gehört zu der "Serie der sechs großen Musik-Soli", die zudem noch eine Gitarrenspielerin, eine Sängerin und einen Hornisten umfasste. Im Kunstgewerbemuseum vorhanden sind zwei Ausformungen des Geigenspielers (Inv. Nr. HF 499 und DM 36), zwei des Cello-/Gambenspielers (Inv. Nr. HF 500 und DM 37) sowie eine Ausformung der Clavichord-/Virginalspielerin (Inv. Nr. 502). // Die Musikinstrumente sind nicht ganz eindeutig dargestellt. Auch entspricht die Haltung der „Musik-Soli“ nicht derjenigen von wirklichen Musikern. Das Musizieren wird hier vielmehr zu einem Synonym für Beschwingtheit, Lässigkeit und Eleganz der Aristokratie. Die in sich gedrehte Haltung ist außerdem typisch für die bildhauerische Ambition des Johann Christian Wilhelm Beyer. Zwischen den Füßen des Geigers ist ein Degen zu erkennen. Offenbar hat der junge Mann sich gerade seiner militärischen Pflichten entledigt und zur Geige gegriffen. Die oft fälschlicherweise als "Spinettspielerin" bezeichnete Frauenfigur spielt ein Clavichord oder auch ein Virginal. Das Instrument des Cellisten oder Gambisten ist nicht ganz eindeutig dargestellt - die untergriffige Bogenhaltung ist typisch für die um 1760 bereits etwas altmodische gewordene Viola da Gamba, während der eher flache Korpus und die spitz zulaufenden Ecken um den Mittelbügel für das modernere Violoncello sprechen. // ClKa

Last updated: 25.11.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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