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Bildteppich mit einer Parkszene nach Rubens

Ident. Nr.: 1935,114

ObjID: obj:2387419

Details (expert)

Date(s)
1664
Geographical references
Material / Technique
Wirkerei in Wolle und Seide
Dimensions
Höhe x Breite: 364 x 483 cm

Object Description

Eintrag Konzeptbuch: Wandteppich, querrechteckig. Wirkerei in farbiger Wolle und Seide. In einer Landschaft mit weitem Ausblick ruhen im Vordergrund zwei Paare, links davon ein liegender, Figuren auf ihm und ein stehender Flötenspieler, der von einer Frau von hinten umfaßt wird. Von rechts schreiten nach der Mitte zwei Paare. Im Mittelgrund an einem Flusse spielende Paare. Im Hintergrunde rechts Schloß und links Wald durch Figuren belebt. Breite Randborte: An den Senkrechten auf bekränzten Postamenten Vasen mit reichem Blumenstrauß. Auf den Querborten in der Mitte Kartuschen, in der oberen die Jahreszahl 1664. Rechts und links von den Kartuschen Hunde. Vögel, Früchte aller Art.
Im Kunsthistorischen Mus. Wien Gemälde v. Rubens Gesellschaft im Park

Der Bildteppich ist seit dem II. Weltkrieg verschollen.
MAKR

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa