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Abschied der Apostel (Divisio Apostolorum)

Ident. Nr.: 1935,174

ObjID: obj:2387537

Details (expert)

Dating
um 1470/80
Provenance
Nachlass/Vermächtnis: Friedrich Fürer von Haimendorf, Röthenbach an der Pegnitz ,
um 1927
J. Rosenbaum Antiquitäten,
spätestens seit 1930
Kauf: anteilig Max Heilbronner Antiquitäten, Berlin, und J. Rosenbaum Antiquitäten, Frankfurt am Main ,
seit nach 1930
Übereignung: Dresdner Bank,
15.8.1935
Kauf: Reichsfinanzministerium und Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung,
15.8.1935
Material / Technique
Bildwirkerei; Wolle, Leinen und Seide
Dimensions
Höhe x Breite: 60 x 207 cm

Object Description

Vor einem von Burgen, Bäumen und Blumen belebten Hintergrund erscheinen die sechs Paare der voneinander abschiednehmenden Apostel, die zur Missionierung aufbrechen. Der apokryphen Überlieferung zufolge waren den zwölf Aposteln ihre jeweiligen Missionsgebiete durch Los zugewiesen worden. Die Abschiedsszene bot Gelegenheit zu genrehaften und emotionalen Darstellungen.

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal mit Genien und Schraubfuß

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Pokal aus farblosem Glas, der Fuß ist separat gefertigt und kann mittels eines tiefgeschnittenen Gewindes in den massiven Schaft eingeschraubt werden. Er ist am Fußrand mit umlaufenden Bögen in Schälschliff sowie einem versenkten und mattierten Spitzblattdekor verziert. Der Baluster des Massivschafts trägt einen Rundbogenfries, der Ansatz der becherförmigen, hohen Kuppa wiederholt den Spitzblattdekor, am Mündungsrand finden sich erneut Bögen in Schälschliff. Auf der Kuppawandung ist umlaufend in Tiefschnitt ein Reigen aus musizierenden Kinderbacchanten dargestellt. Aufgrund der fortgeschrittenen Glaskrankheit des oberen Pokalteils sind sie trotz des tief reliefierten Schnitts nur bei genauer Betrachtung erkennbar, feine Details wie die Gesichtszüge und dekorative Blumen oder Früchte verschwinden nahezu in dem Weiß. Ein Teil des Gewindes am Schaftende ist bereits weggebrochen. Der Fuß weist lediglich beginnende Zeichen der Glaskrankheit auf. Die Kombination aus Sujet und Dekorelementen auf dem Pokal spricht für eine Zuschreibung an die Werkstatt Gottfried Spillers (um 1663–vor 1728) und dürfte in die frühen Jahre des 18. Jahrhunderts datieren. Pokale aus zwei verschraubten Teilen gehören zu den seltensten Erzeugnissen der barocken Glaskunst. Man nimmt einerseits an, dass sie wegen ihrer raumsparenden Transportmöglichkeit geschätzt waren. Zum anderen rief sicherlich die technische Virtuosität ihrer Herstellung Bewunderung und Anerkennung hervor und brachte dem Eigentümer Prestige. Dieser Pokal ist der einzig überlieferte, der zweifelsfrei der Potsdamer Glashütte zugeschrieben werden kann. Ungewöhnlich ist hier, dass die Verschraubung nicht direkt unterhalb der Kuppa, sondern am Fuß positioniert ist (Dank an Wieland Kramer für diesen freundlichen Hinweis): Es ist gut denkbar, dass der Fuß nachträglich ergänzt wurde, indem einem Pokal mit Steckverbindung – ähnlich einem anderen Pokal im Bestand des KGM (Inv.-Nr. O-1964,46) – ein Gewinde eingeschliffen wurde. [Verena Wasmuth]MAKR