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Ident. Nr.: D (7 S 38) 409/1965

ObjID: obj:2399107

Details (expert)

Dating
1815
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 40 x 55 x 35 cm

Object Description

Korb mit halbkreisförmige Aufsicht und flacher Rückwand. Die kräftige Rahmenrute wölbt sich oberhalb des Korbrandes zum Griffbügel. Von der ebenen Standfläche verbreitert sich der Korb auf seiner Rundseite nach oben. Flacher, etwas eingedrückter Deckel. Standfläche und Ränder sind ganz mit braunem Leder überzogen. Die übrigen Flächen mit breiten Lederstreifen, aus denen die Ornamente ausgeschnitten und mit grünem oder gelbem Pergament unterlegt sind. Auf dem Deckel Blütensprosse, ein kleines Ornament fehlt. Auf dem Mittelstreifen der Wandung gekrönter Doppeladler zwischen Zweigen, seitliche Streifen Blütensprosse. Zwischen den Streifen: M I M N 1 8 1 5. Das Deckelgeflecht des Deckels ist an einer Ecke zerrissen, gegenüber sind die vorspringenden Rahmenruten gebrochen, das Leder eingerissen.
Angabe des Vorbesitzers: Lederkorb aus dem bayerischen bzw. niederbayerischen Raum.
Brief des Vorbesitzers vom 14.10.1965: Diese Art Körbe wurden in ihrer Originalform in Franken geflochten und dann im bayerischen Raum vom München bis nach Niederbayern, Gäuboden und in die Gegend von Straubing verwendet, wobei sie an diesen Orten entsprechend mit Leder verziert wurden.

Der Korb wurde in Schanzentechnik von der Mitte aus geflochten, Geflechtart: Zäunergeflecht, die Rippen aus Weide wurden mit aufgespaltener Haselnuss (Haselnussspan) ausgeflochten. Solche Körbe wurden als Eierkörbe bezeichnet und waren u.a. für die Hersbrucker Schweiz charakteristisch bzw. wurden dort hergestellt.

Lit.: Hans Karlinger: Deutsche Volkskunst/Bayern. Weimar, 1942, Abb. 89.

Last updated: 29.06.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."