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Wappen der Familie von Vellberg

Ident. Nr.: 1886,24

ObjID: obj:2401293

Details (expert)

Date(s)
15. Jahrhundert
Material / Technique
Bronze
Dimensions
Höhe x Breite: 19,5 x 17 cm

Object Description

Die beschädigte Bronzeplatte zeigt das Wappen der in Württemberg ansässig gewesenen, 1592 erloschenen niederadeligen Familie von Vellberg, einen Adlerflügel mit hervorgehobenem Flügelknochen (Sachsen) sowie ein Freiviertel neben dem Flügel.
Derartige in Bronze gegossene Wappentafeln kommen seit dem frühen 15. Jahrhundert als Appliken an Sepulkraldenkmälern vor. Mit einem Bronzewappen der Familie Imhoff hat sich im Museum zu Lauingen ein frühes wohl in Nürnberg gegossenes Exemplar aus der Zeit um 1400 erhalten. Ein datierbares Beispiel für die Verwendung bronzener Appliken an Epitaphien und Grabmälern ist der um 1436/37 entstandene Grabstin der Familie Volckamer in der Lorenzkirche zu Nürnberg. Ob auch das Bronzewappen der Vellberg in Nürnberg entstanden ist, bedarf noch der Überprüfung. LL

Last updated: 18.09.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa