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König Friedrich II. von Preußen

Ident. Nr.: Wo A I 19

ObjID: obj:2417670

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Theodor Kalide (1801.02.08),
Bildhauer*in
Date(s)
nach 1822
Geographical references
faktischer Entstehungsort: Berlin
Material / Technique
Eisenguss
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 37 x 26 x 33 cm (Höhe der Plinthe: 2 cm)

Object Description

Die Reiterstatuette Friedrichs des Großen von Theodor Kalide entstand als Teilkopie nach der weithin bekannten, 1777 entstandenen Reiterstatuette des preußischen Königs von Emanuel Bardou. Während die Reiterfigur weitgehend dem Vorbild entspricht, ist das Pferd durch Kalide vollkommen neu modelliert worden. Kalide arbeitete 1821 an dem Modell, ein Exemplar in Eisenguss wurde 1822 auf der Berliner Akademie-Ausstellung präsentiert. Insgesamt sind mindestens 20, teils abweichend ausgeführte Eisengüsse dieser Reiterstatuette bekannt, darunter auch eine zweite mit hohem Sockel im Besitz des Berliner Kunstgewerbemuseums (Inv. Nr. 1918,42).

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa