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Zitronenkorb zum Tafelaufsatz aus dem Tafelservice für das Neue Palais

Ident. Nr.: 1887,812

ObjID: obj:2431829

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Friedrich Elias Meyer (geb. 1723/24, gest. 02.10.1785),
Bildhauer*in
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) (gegründet 1763)
Date(s)
um 1765
Geographical references
faktischer Entstehungsort: Berlin
Material / Technique
Porzellan, staffiert und vergoldet
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 39 x 27 cm

Object Description

Inventareintrag: "Tafelaufsatz, Porzellan mit Vergoldung und etwas bunt gemalt. In Form einer schlanken Kelchvase unten knaufförmig erweitert, oben in Korb übergehend. Mit Reliefschnörkelwerk und aufgesetzten Baumstümpfen und Blütenzweigen, reich vergoldet und zum Teil gemalt. Innen im Korb gemalter Blütenzweig. Marke blau: (gezeichnetes Szepter) Neues Palais Service, Korb sehr stark ergänzt, mehrfach zerbrochen und gekittet. Gehört zu 87,813. Berlin, um 1770"

Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschollen.
MAKR

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa