Ident. Nr.: IXd 00001/00210, Bl. 132 - 140
ObjID: obj:2436597
Details (expert)
- Dating
- 28.04.1908
- Material / Technique
- Tinte auf Papier
- Dimensions
- Blattmaß: 19,9 x 12,3 cm (Blattmaß erstes Blatt des Aktenvorgangs)Blattmaß: 21,2 x 13,8 cm (weiteres Blattmaß)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2436597
Object Description
U M F A N G
Der Aktenvorgang besteht aus zehn, teils doppelseitig beschriebenen Blättern, fadengeheftet, Format DIN A5. 4 Bl. hs. Briefe, 6 Bl. hs. Sammlungsverzeichnis.
A N G A B E N Z U M I N H A L T
Er umfasst ein Erwerbungsangebot seitens Dr. med. M. Dreyer, der über seinen Schwager Ed. M. Warburg eine Sammlung von Stein-, Bronze- und Eisenartefakten zum Ankauf bietet und die dazugehörige Korrespondenz mit dem Königlichen Museum für Völkerkunde zu Berlin. Entstehungsorte der Korrespondenzen sind Hellerup, Dänemark, vermutlich Ringsted, Dänemark und Berlin. Die gesamte Korrespondenz datiert auf einen Zeitraum zwischen April und September 1908.
Das Erwerbungsangebot ist an Dr. Grünwedel in Berlin adressiert und umfasst einen zweiseitigen Brief in deutscher Kurrentschrift, verfasst am 28.04.1908 von Ed. M. Warburg in dem er die Umstände, unter denen sein Schwager M. Dreyer, ein Arzt aus Ringsted auf Seeland in Dänemark, seine Sammlung zum Verkauf stellen möchte, sie erläutert und den gewünschten Preis von 25 000 Deutschen Mark festlegt. In einer dazugehörigen Liste werden die zum Verkauf stehenden Objekte von Dr. Dreyer in lateinischer Schrift aufgezählt und zeitlich eingeordnet. Die Liste ist in englischer Sprache verfasst und umfasst fünf Seiten. Dreyer bietet dem Museum insgesamt ca. 6000 Objekte zum Verkauf an, die einzeln oder als Gruppe mit Nummern versehen wurden. Sie sind in vier Gruppen aufgeteilt: Frühe Steinzeit, Späte Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit. Den Wert seiner steinzeitlichen Objekte misst Dreyer daran, dass sie teilweise aus den Ausgrabungen der Küchenabfallhaufen („Køkkenmøddinger“) in Ertebølle stammen und die einzigen Stücke außerhalb des Kopenhagener Nationalmuseums sind. Aus der frühen [Älteren] Steinzeit bietet Dreyer vor allem Gebrauchsgegenstände wie Äxte oder Messer aus Flint, aber auch Gewichte und Gegenstände aus Horn oder Knochen. Aus der späten [Jüngeren] Steinzeit bietet er eine Vielzahl von Gebrauchswerkzeugen (Äxte, Meißel, Mahl- und Schleifsteine) und Gefäßen, aber auch einige Objekte die er als Waffen interpretiert, wie zum Beispiel Pfeilspitzen, Streitäxte und Dolche. Hinzu kommen einige Artefakte aus Holz, Knochen oder Geweih. Für die Bronzezeit scheint Dreyer eine nur unvollständige Aufzählung vorgenommen zu haben, die vor allem von Waffen (z.B. Schwerter, Dolche, Lanzen- und Pfeilspitzen) dominiert wird, aber auch einige Werkzeuge (z.B. Äxte, Messer, Pinzetten und eine Nähnadel) und Schmuck (z.B. Nadeln, Arm- und Halsringe) enthält. Aus der Eisenzeit bietet er Urnen und verschiedene Grabinventare, von denen eines aus Schmuck, der in ein noch teilweise erhaltenes Tuch eingewickelt wurde, bestehen soll. Außerdem notiert er eine Reihe von Gebrauchswerkzeugen (z.B. Schmiedewerkzeug) und Schmuck. Besonders auffallend ist hier die Aufzählung eines mit einer Runeninschrift versehenen Holzgefäßes. Die Liste bricht auf Seite Fünf mit dem Vermerk „etc. etc.“ ab.
Als Antwort auf das Angebot von Warburg und Dreyer lässt der Direktor des Museums für Völkerkunde Dr. Carl Schuchhardt, welcher die Verhandlungen von Dr. Grünwedel übernommen hat, einen Brief an Warburg schicken. In diesem Brief soll angefragt werden, ob Dreyer dazu bereit wäre nur einen Teil seiner Sammlung zu verkaufen, nämlich die Objekte die mit den „Køkkenmøddinger“ in Verbindung stehen und den in Stoff eingewickelten Schmuck für je 3000 Deutsche Mark. Eine Verwaltungsnotiz am unteren Ende des Briefes bestätigt den Ausgang des Briefes nach dem 04.07.1908. Auf der Rückseite von Warburgs Brief ist ebenfalls vermerkt worden, dass eine Nachricht an Warburg gesendet werden soll, in der dieser von einer Dienstreise Schuchhardts unterrichtet zwischen dem 12.07.1908 und 18.07.1908 werden soll, bei der Schuchhardt nach Kopenhagen kommen und die Sammlung besichtigen wird. Besonders wichtig an diesem Dokument ist ein Verweis auf einen weiteren Aktenvorgang (E 963/08) vom 11.06.1908 in dem Schuchhardt bei der Generalverwaltung um drei Wochen Urlaub bittet, in denen er nach Dänemark reisen und unter anderen „die Sammlung Dreyer“ sichten möchte.
Der letzte Brief, die endgültige Antwort Warburgs, datiert auf den 18.07.1908. In diesem teilt er Schuchhardt mit, dass er Rücksprache mit Dreyer gehalten habe und dieser nicht bereit sei nur einen Teil seiner Sammlung abzugeben, da er noch Hoffnung habe, die Gesamtheit seiner Objekte verkaufen zu können. Warburg dankt dem Museum für seine Mühen und verspricht sich zu melden, sollte Dreyer seine Meinung noch einmal ändern. Dieses Dokument ist mit dem Vermerk „Zu den Akten, 21.07.08“ und der Unterschrift Schuchhardts versehen, demnach wurde die Sammlung nicht vom Königlichen Museum für Völkerkunde angekauft. | Lea Hüntemann
Der gesamte Aktenvorgang wurde auf DIN A5 Papier verfasst. Warburg verfasste seine beiden Briefe auf Transparentpapier, auf welchem mit einem Stempel die Adresse des Absenders vermerkt ist. Die beigefügte Liste Dreyers wurde auf kariertem Schreibpapier verfasst.
Stichworte zum Inhalt des Aktenvorgangs: Dreyer, M., Dr. med.; Schuchhardt, Carl, Prof. Dr.; Warburg, Ed. M.; Erwerbungsangebot; Kökkenmöddinger / Køkkenmøddinger; Sammlungsangebot; Sammlung Dreyer; Steinzeit; Bronzezeit; Eisenzeit; Nationalmuseum Kopenhagen; Königliches Museum für Völkerkunde zu Berlin; Dänemark; Hellerup; Ringsted.
T R A N S K R I P T I O N E N
[Bl. 132-132A : Brief von Ed. M. Warburg (1908 Rentier in Gersonsvej) an Albert Grünwedel (1856 - 1935), datiert 28.04.1908. Textgenaue Transkription des hs. Originals von Lea Hüntemann, 14.12.2018]
[Bl. 132, Vs. hs.:] 3 Blätter Verzeichnis [/] Dr. Schöne für [... /] Die Sachverständigen Komm[ission] bestätigt für eine Auswahl bis 3000 M.[ark] [/ …] Herrn E[.] Warburg [/] Hellerup b Kopenhagen [/] Gersons Vej 22 [/] mitteilen die Sachverständigen Kom[mission]. habe die im Mai von mir bei Herrn Dr. [/] Dreyer als für unsere Smlg [Sammlung] wünschenswert bezeichneten Teile: die Kö[k]kenmöddinger, [/] einige neolithische u.[nd] römische Keramik [/] und das bronzezeitliche Stoffstück [/] bis zu 3000 Mark bewilligt. Wir fragen an, ob [/] Herr Dr. Dreyer jene Teile zu dem Preise [/] uns abzugeben bereit sei. [/] Schuchh[ardt]. [/] 4.7.08. [/] So geschr[ieben]. [/] u. ab. ebd. / [... //]
[Bl. 132, Rs. hs.:] 22 Gersons Vej Hellerup 28.4.08 [/] Danemark [/] Herrn Prof. Dr. Grünwedel [/] Koenigsgratzer Str. 120 [/] Berlin W11. [/] Werther Herr. [/] Mein Schwager Dr. med. M. Dreyer, Commune Arzt in Ringsted, Seeland, be-[/]sitzt die bedeutendste und schönste Privat-[/]sammlung nordischer Alterthümer. Vor [/] etwa 2 Jahren hatte er Besuch von einem [/] amerikanischen Professor, ich glaube von [/] dem Pittsburger Museum, derselbe kam [/] um die Collection zu sehen und nach mehr- [/] facher Verhandlung, hat man ihm vor [/] einigen Monaten ersucht, dieselbe auf [/] Besichtigung hinüber zu senden. Ich habe [//]
[Bl. 132A, Vs. hs.:] meinem Schwager abgeraten solches zu thun [/] und ihm angeboten, die Aufmerksamkeit der [/] europaischen Museen auf seine Sammlung [/] aufmerksam zu machen {zu lenken}. Ich erlaube mir nun [/] hiermit den Anfang zu machen und lege zur [/] Orientirung eine englische Uebersetzung von [/] dem dänischen Original bei (nebst Portomarke [/] für Retoursendung). Mein Schwager wünscht [/] das Kapital, was in der Sammlung steckt, frei [/] zu machen und hier kann er nur einen sehr [/] verlustbringenden Preis machen, indem [hier: weil] das Copen- [/] hagen Museum selbst viel besitzt, und andere Käuf- [/] er sind nicht hier. Mein Schwager hält die total [/] Collection auf ca. Mark 25000. [/] Es würde mich freuen, wenn die Sache für Ihr Museum Interesse hätte[. /] Ich zeichne mit Hochachtung [/] Ed. M. Warburg [/] [Darunter hs. Verwaltungsnotizen [//]
[Bl. 132A, Rs. hs.:] Antworten, daß Herr Prof. [/] Grünwedel die Sache an mich [/] abgegeben hat, daß ich etwa vom [/] 12.-18[. ] d/. M. in Kopenhagen bin [/] und von da aus zur Besichtigung [/] d[er] Sammlung Dreyer nach Ringsted fahren werde. [/] 7/5 08. Schuchh[ardt]. [/] So geschrieben [/] und mit dem <> abgesandt. [/] 7./5.08 B. [//]
[Bl. 133-138 : Liste des Verzeichnisses der archäologischen Sammlung des Dr. med. Dreyer in Hellerup, Dänemark, in englischer Sprache – hier nachfolgend als Übersetzung ins Deutsche wiedergegeben. Übersetzung Lea Hüntemann, 14.12.2018]
Kollektion dänischer Antiquitäten. [|] Die Kollektion wurde vor allem durch meine eigenen Ausgrabungen geformt, teilweise auch durch den Ankauf von Objekten aus Zeeland, Fuen [Fünen] und Jütland und beinhaltet Objekte aus allen Perioden der Prähistorie [...]. [...]: 3200 Katalognummern. Manche dieser [Gruppen] enthalten bis zu mehrere Hundert nicht einzeln numerierte Objekte, so dass die gesamte Kollektion ungefähr 6000 Objekte enthält. [|] Die frühe Steinzeit: Die Zeit der „kitchen middens“/ Küchenabfallhügel werden von – soweit wie möglich – allen bekannten Formen repräsentiert, wobei in vielen Fälle viele Exemplare eines jeden Typs vorhanden sind. [|] Es gibt mehrere hundert Flint-Äxte in den verschiedensten Typen, Flint-Splitter, kleine Flint-Einsätze, Flint-Schaber, Abdrücke von […]werkzeugen, Flint-Messer, Gewichte für Fischernetze, Geräte und Waffen aus Horn und Knochen, Fragmente von Ton aus Küchenmüllgruben, Flint-Waffen etc. [//] Der Großteil dieser Kollektion ist vor allem wegen der „Ertebølle Küchenmüllgruben“, die von mir gefunden wurden und den größeren [Müllgruben], die in Dänemark gefunden wurden, begehrt. Dieser Teil ist einzigartig und unersetzbar, da alle anderen Teile dieses „Befundes“ vom Nationalmuseum Kopenhagen angeeignet wurden und der noch unausgegrabene Teil erhalten werden soll und weitere Ausgrabungen dort verboten wurden. [|] Die Sammlung beinhaltet ebenfalls einen späteren „Befund“ eines Küchenabfallhügels von der Insel Fuen [Fünen] mit seltenen und sehr interessanten Objekten und drei großen „Wohnungs-Funden“, jede beinhaltet hunderte Objekte. Außerdem Objekte die einzeln gefunden wurden, viele von ihnen besonders interessant. [|] Aus/der späteren Steinzeit (L’age de pierre polie [=Zeitalter des polierten Steins]) Ich habe eine große Kollektion, viele hunderte polierte und unpolierte Flint-Äxte, einige von ihnen die größten, sind die perfektesten und schönsten Stücke, die jemals entdeckt wurden. Manche sind absolut perfekte Exemplare mit bis zu 40 cm Länge. [//] Es gibt 30 Äxte aus anderem Stein, unter ihnen die möglicherweise größten jemals bekannten. [|] Um die 60 Flint-Meißel, poliert und unpoliert, einige von ihnen einzigartig. [|] 52 Streitäxte mit Schaftlöchern und aus anderen Steinarten als Flint und von verschiedenen Typen, einige von ihnen sind sehr einzigartig und schön. [|] Mindestens 100 Lanzenblätter, einige sehr groß und Meisterstücke in der Kunst Stein zu formen. [|] Ungefähr 40 Flint-Dolche, von denen mindestens zehn außergewöhnliche Exemplare sind. [|] 70 Pfeilspitzen verschiedener Typen, manche sind absolut einzigartig in Schönheit und Qualität und unter ihnen größere und bessere als die uns bekannten (17cm lang). [|] Etwa 80 Dosen und Messer aus Flint [|] 18 Tongefäße, einige reich verziert. [|] Ungefähr ein Dutzend große und drei kleine Mahlsteine und einige gute Schleifsteine. [|] Mehrere hundert Bernstein-Perlen, einige sehr groß und schön, axt-, hammer-, und lanzenförmig. [|] 10 Steine mit tassenförmigen Vertiefungen (religiöse Symbole?) [//] 15 Keulenköpfe aus Stein [|] Diverse Äxte aus Hirsch-Horn [|] Eine Harpune aus Rentier-Horn [|] Ein Dolch aus Rentier-Horn [|] Ein sehr seltener Axtgriff aus Hirsch-Horn [|] Viele Steine zum Mahlen von Getreide. [|] Ein sehr gut erhaltenes […] Paddel aus Holz, die Hörner und Teile eines Büffelschädels der in prähistorischer Zeit verletzt wurde, einige/eine Anzahl von […] zum Beispiel. [|] Viele dieser Objekte sind Teil eines größeren „Befunds“, teilweise von mir ausgegraben. Mindestens 40 aus Gräbern (Hügelgräber verschiedener Art) und 20 aus „Opferfunden“. [|] Die Bronzezeit wird von den folgenden und anderen Exemplaren repräsentiert: [|] 11 Bronzeschwerter und -dolche, keine besonders groß oder selten [|] Eine ausgezeichnete Lanzenspitze [|] 4 Pfeilspitzen [|] 2 Axtblätter [|] 2 „Paalstabe“ [|] 8 Gürtel (einer davon ungarischen Typs, reich verziert, einzigartig) [|] Ein reich verzierter Schwertknauf [|] Ein Buckel mit Resten von Gold Ornament [//]
28 Messer (eines davon sehr reich verziert mit religiösen Symbolen und Bildern von Schiffen). [|] Eine Säge [|] 7 Pinzetten, eine davon ein seltenes, großes und zu der Zeit repariertes Exemplar. [|] 30 Spinnwirtel[?] [|] Eine Nähnadel mit Öhr [|] 7 Beschläge/Aufsätze [|] 4 ausgefallene Nadeln [|] Ein reich verzierter „Pruykkepladen“ [|] Ein weiter Armring [|] Ein kleiner dito [Armring] [|] Ein kleines Halsband [|] 2 große Spiralarmbänder [|] Zwei vergleichbare [Spiralarmbänder], aber zerstört [|] 10 kleinere Ringe [|] Außerdem kleinere Objekte aus Bronze, Knochen und Bernstein, Nadeln etc. [|] Ungefähr 30 Tonurnen (einige sehr groß), viele mit verbrannten Knochen und Asche. [|] Ein Stück dicker Woll-[...] aus einem der Eichensärge, und [//] Ein Fund von 28 kreuzförmigen Zügelknöpfen, beides die einzigen Exemplare außerhalb des Nationalmuseums Kopenhagen. [|] Eisenzeit [|] Ungefähr 50 Tonurnen, die einzige reiche Kollektion außerhalb des Museum [Kopenhagen], außerdem zerbrochene Urnen aus „Befunden“ in Jütland und Fünen, einige reich verziert und einige einzigartig in Typ und Form. Von denen könnten sehr viele vielleicht restauriert werden. [|] Ein „Befund“ (aus [einem] Hügelgrab) von 36 Perlen aus Fundlehm, aus Bernstein, Mosaik und Glas, 2 kaputte Bronzespiralen, alles in teilweise erhaltenem Stoff gefaltet. [|] Ein „Befund“ von Werkzeugen eines [Eisen]schmieds: ein Amboss, Hammer, […] und einige Zangen [|] 2 Speerspitzen, Axtköpfe, Messer, Buckel, Fibeln etc. von [...]. [|] Eine einzigartig, meisterhaft und perfekt erhaltene Bronzefibel aus italienischer (etruskischer) Verarbeitung [|] (Ein) großer, sehr seltener keltischer Bronzetopf [|] Ein kleines Holzgefäß mit Runeninschrift am Boden [|] 17 Spindeln aus Stein und gebranntem Ton, Schleifsteine, Feuersteine etc. etc. [//]
[Bl. 139-140 : Brief von Ed. M. Warburg (1908 Rentier in Gersonsvej) an Carl Schuchhardt (1859 - 1943), datiert 18.09.1908. Textgenaue Transkription des hs. Originals von Lea Hüntemann, 14.12.2018]
[Bl. 139, Vs. hs.: [Verwaltungsnotizen]
[Bl. 139, Rs. hs.:] z[u]. d[en]. A[kten]. [/] Schuchh[ardt]. [/] 21.7.08. [/] [Neben dem Ortsstempel „Gersonsvej 22 Hellerup“] den 18.09[.]08 [/] [Darunter:] Geehrter H[er]r Professor. [/] Nach Empfang Ihrer Worthen [/] vom Juli 4ten habe ich mich mit meinem [/] Schwager in Verbindung gesetzt und [/] ihm den Brief eingesandt. Da er [/] mir schon kurz nach Ihrem Besuch [/] geschrieben hatte, daß er sich doch kaum [/] entschließen könne Theile seiner Sammlung [/] abzugeben, so erwartete [/] ich keine günstige Antwort. Er [/] schreibt mir: [“]Solange ich noch Hoffnung [/] habe meine Sammlung in Einem [/] zu verkaufen, kann ich mich, trotzdem, [/] daß die Offerte favorabel ist, doch nicht [/] entschließen Theile abzugeben.“ [/] Er wird mir ohne Zweifel mitthei- [/] len, falls er anderer Meinung [/] wird, in welchem Falle ich nicht [/] verfehlen werde es Ihnen zu schrei- [/] ben. Falls Sie Gelegenheit haben anderen [/] Museen auf die Dreyersche Sammlung [//]
[Bl. 140 Rs. hs.:] aufmerksam zu machen bitte ich solches zu thun. [/] Inzwischen verbleibe ich [/] Hochachtungsvoll [/] Ed. M. Warburg [/] Herrn [/] Museumsdirector [/] Prof. D. Schuchardt [/] Berlin [/]
E N D E D E R T R A N S K R I P T I O N E N
Last updated: 25.03.2026
Contact
Institution:
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Email:
mvf@smb.spk-berlin.de