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Dreiteiliges Konzert/Theaterensemble

Ident. Nr.: 2005,UR 302 a-c

ObjID: obj:2438928

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Date(s)
um 1980
Geographical references
Ausgabe: Berlin
Dimensions
Länge: Mantel a) 109 cm
Länge: Rock b) 75 cm
Länge: Top c) 63 cm

Object Description

Hochelegantes dunkelbraunes Konzertensemble, bestehend aus einem dreiviertellangen Mantel, einem schmalen, hüftlangen Top und einem schmalen, kniebedeckenden Rock. Die umlaufenden Kanten des Mantels, sowie die Saumkanten von Oberteil und Rock sind mit Satinkanten besetzt. Dies trägt wesentlich zur Auflockerung des Ensembles bei. Der Mantel ist schmal geschnitten und fällt gerade herab. Er hat einen kleinen Stehkragen und schließt mit vier dekorativen goldfarbenen Metallknöpfen.

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa