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Marinefarbenes Gabardine Kostüm mit gelber Cordonette-Stepperei

Ident. Nr.: 2005,UR 323 a-c

ObjID: obj:2440040

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Date(s)
1976
Geographical references
Ausgabe: Berlin
Material / Technique
Wolle, Gabardine, dunkelblau
Dimensions
Länge: Jacke a) 64 cm
Länge: Rock b) 68 cm
Länge: Gürtel c) 86 cm

Object Description

Die hüftlange Jacke des marinefarbenen Gabardinekostüms ist körpernah gearbeitete und hat eine dekorative gelber Cordonette-Stepperei am breiten Kragen, an den aufgesetzten Brusttaschen und an den Enden der langen eingesetzten Ärmel. Sie schließt vorn mit drei goldfarbenen Knöpfen. Der kniebedeckende Rock hat vorn eine Kellerfalte.
Von 1973 bis 1976 entwarf Uli Richter Uniform-Richtkollektionen für die Fluglinien Lufthansa und Condor. Allerdings wurden seine Entwürfe nicht umgesetzt. Richter konzipierte mehrere dunkelblaue Kostümvarianten, zwei Manteltypen, mehrere Pullover und Cardigans mit gelben Querstreifen im Taillenbereich, unterschiedliche Blusen sowie mehrere Schürzen und passende Accessoires wie Gürtel, Hüte, Beautycases und Umhängetaschen. Alle Modelle waren in den Farben Blau und Gelb gehalten und Schürzen, Blusen und Tücher komplett mit dem Logo der Lufthansa bedruckt. Selbst die eigens entworfenen Knöpfe zeigten in stilisierter Form einen Kranich, das Lufthansasymbol.

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

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Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa