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Sommerliches Abendensemble, Mantel mit Kleid und passenden Schuhen

Ident. Nr.: 2005,UR 362 a-f

ObjID: obj:2449812

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Date(s)
1974
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Berlin
Dimensions
Länge: Mantel a) 154 cm
Länge: Kleid b) 151 cm
Länge: Stola c) 335 cm
Länge: Gürtel d) 208 cm
Länge: Schuh rechts e) 27 cm
Länge: Schuh links f) 27 cm

Object Description

Sommerabendkleid mit einem Oberteil in magnolienfarbenem Paisley-Dessin. Das Oberteil ist in handplissierte breite Falten gelegt und wird vorn am Stehkragen und ab Brusthöhe bis zur Taille mit Schlingknöpfen geschlossen. In der Taille setzt der lange Rock mit Bordürendruck an. Er ist hüfthoch in Biesen abgesteppt. Aus diesem Material ist auch die lange Stola gefertigt. Auch die schlichten mäßig hohen Schuhe sind damit bezogen. Dazu kann ein sommerlicher Abendmantel aus fliederfarbenem Mohair getragen werden. Der Mantel ist verschlusslos und an den Kanten etwa 5 cm breit abgesteppt. Auch der Bindegürtel aus Mohair ist abgesteppt.

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

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Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa