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Vierteiliges Ensemble in schwarz-weißem Muster- und Materialmix

Ident. Nr.: 2005,UR 393 a-f

ObjID: obj:2452643

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Uli Richter (1926–2021),
Designer*in
Date(s)
um 1978
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Berlin
Dimensions
Länge: Jacke a) 66 cm
Länge: Rock b) 77 cm
Länge: Bluse gepunktet c) 63 cm
Länge: Bluse weiß d) 69 cm
Länge: Schal weiß e) 136 cm
Länge: Schal gepunktet f) 136 cm

Object Description

Vierteiliges Ensemble, bestehend aus einer schwarzen Chenille-Jacke, einem schwarzen Nappa-Lederrock, einer gepunkteten Bluse und einer weißen Bluse, beide mit passendem, zur Schleife gebundenem Schal. Die hüftlange Jacke hat einen kurzen Stehkragen und ist ringsum mit schwarzem Seidensatin eingefasst. Der wadenlange Rock ist schmal geschnittten. Dazu eine weiße Bluse mit schwarzen Punkten aus reinseidenem Borkenkrepp. Sie hat einen spitzen Ausschnitt und ein hoch angesetztes Miederteil. Wahlweise kann auch eine reinweiße Bluse mit rückwärtiger Knopfleiste und Stehkragen dazu kombiniert werden.

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa