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Vase aus einem 5teiligen Vasensatz

Ident. Nr.: HF 127

ObjID: obj:2458846

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Meißen (seit 1710),
Hersteller*in
Date(s)
Mitte 18. Jahrhundert
Dimensions
Höhe: 20,7 cm

Object Description

Inventareintrag: "Satz von fünf Balustervasen:
Mittelvase mit Deckel (124 ab), kleineres Paar mit Deckeln (125 ab, 126 ab), Paar mit Trichterhals (127, 128). Der weiß ausgesparte Grund dicht bedeckt mit blau und gelb staffierten flachen Vergißmeinichtblüten. An Körpern und Deckeln je zwei spitzovale vertiefte Vierpaßfelder mit bunten Watteaubildern in Goldgrund, umrahmt von bunt staffierten Blumenbelägen. Als Deckelknäufe plastische, bunt staffierte Blumen. - Goldränder. - Zwei Knäufe ergänzt.
Schwertermarken bei den Trichtervasen, sonst keine Marken
vgl. die bei Böhler 1937 unter Nr. 467/468 versteigerten Deckelvasen 79,392 ab u. 79,393 ab, die mit 125 u. 126 fast übereinstimmten und entbehrlich waren."

Die Vase ist seit dem II. Weltkrieg verschollen.
MAKR

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa