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Pirol

Ident. Nr.: HF 140

ObjID: obj:2460465

Details (expert)

Creator/Entity
Entwurf: Peter Reinicke (1711),
Bildhauer*in
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Meißen (seit 1710),
Hersteller*in
Date(s)
um 1747
Material / Technique
Porzellan mit Malerei
Dimensions
Höhe: 26 cm

Object Description

IInventareintrag: "Pirol, auf weißem Astpostament mit 6 roten Kirschen und grünen Blätterbelägen, Schnabel geschlossen, Flügel leicht geöffnet. Körper gelb, Flügel lackschwarz mit sichelförmigen gelben Abzeichen, Schnabel rotbraun. Postament hohl. Einige Blätter und Stiele beschädigt.
Meissen Schwertermarke Modell von Kändler 1734 Ehder 1740/41 Reinicke 1747. Der hohle Sockel spricht dafür, dass es sich um die von Reinicke bearbeitete Form handelt. "

Die Plastik wurde während des II. Weltkrieges zerstöt und konnte nur fragmentiert geborgen werden. Die Fragmente sind nicht eindeutig zuzuordnen. Sie könnten auch zu zwei weiteren Pirol-Plastiken, zu HF 139 und/oder zu HF 141, gehören.
MAKR

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa