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Schwarzes Cocktailkleid mit Violettem Mantel

Ident. Nr.: 2005,UR 487 a-d

ObjID: obj:2559424

Details (expert)

Involved
Uli Richter (1926 - 2021),
Designer*in
Dating
1989
Geographical references
Dimensions
Länge: Mantel: a) 110 cm
Länge: Kleid: b) 110 cm
Länge: Gürtel: c) 76 cm
Länge: Schal: d) cm

Object Description

Das schwarze Cocktailkleid ist aus quer geripptem Jersey-Samt gefertigt. Es hat einen kleinen runden Ausschnitt, lange schmale Ärmel und einen schmalen, knielangen Rock. Schulterpolster verleihen eine eckige Silhouette. Die Taille betont ein in Falten gelegter schwarzer Satingürtel mit auffälliger, gold-schwarz gemusterter und mit Strass besetzter Zierschnalle. Dazu ein voluminös geschnittener Mantel mit überschnittenen Schultern und gerade angesetzten weiten Ärmeln. Der Mantel verjüngt sich nach unten (ovale Silhouette) und ist an der Saumkante rund geschnitten. Seitlich schräg eingesetzte Einschubtaschen und ein asymmetrischer Verschluss auf der linken Seite durch zwei gold-schwarze Zierknöpfe. Dazu ein smaragdgrüner Seidenschal.

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus farblosem Glas, der Fuß ist separat gefertigt und kann mittels eines tiefgeschnittenen Gewindes in den massiven Schaft eingeschraubt werden. Er ist am Fußrand mit umlaufenden Bögen in Schälschliff sowie einem versenkten und mattierten Spitzblattdekor verziert. Der Baluster des Massivschafts trägt einen Rundbogenfries, der Ansatz der becherförmigen, hohen Kuppa wiederholt den Spitzblattdekor, am Mündungsrand finden sich erneut Bögen in Schälschliff. Auf der Kuppawandung ist umlaufend in Tiefschnitt ein Reigen aus musizierenden Kinderbacchanten dargestellt. Aufgrund der fortgeschrittenen Glaskrankheit des oberen Pokalteils sind sie trotz des tief reliefierten Schnitts nur bei genauer Betrachtung erkennbar, feine Details wie die Gesichtszüge und dekorative Blumen oder Früchte verschwinden nahezu in dem Weiß. Ein Teil des Gewindes am Schaftende ist bereits weggebrochen. Der Fuß weist lediglich beginnende Zeichen der Glaskrankheit auf. Die Kombination aus Sujet und Dekorelementen auf dem Pokal spricht für eine Zuschreibung an die Werkstatt Gottfried Spillers (um 1663–vor 1728) und dürfte in die frühen Jahre des 18. Jahrhunderts datieren. Pokale aus zwei verschraubten Teilen gehören zu den seltensten Erzeugnissen der barocken Glaskunst. Man nimmt einerseits an, dass sie wegen ihrer raumsparenden Transportmöglichkeit geschätzt waren. Zum anderen rief sicherlich die technische Virtuosität ihrer Herstellung Bewunderung und Anerkennung hervor und brachte dem Eigentümer Prestige. Dieser Pokal ist der einzig überlieferte, der zweifelsfrei der Potsdamer Glashütte zugeschrieben werden kann. Ungewöhnlich ist hier, dass die Verschraubung nicht direkt unterhalb der Kuppa, sondern am Fuß positioniert ist (Dank an Wieland Kramer für diesen freundlichen Hinweis): Es ist gut denkbar, dass der Fuß nachträglich ergänzt wurde, indem einem Pokal mit Steckverbindung – ähnlich einem anderen Pokal im Bestand des KGM (Inv.-Nr. O-1964,46) – ein Gewinde eingeschliffen wurde. [Verena Wasmuth]MAKR