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Adam und Eva-Schüssel

Ident. Nr.: 1890,401

ObjID: obj:2565266

Details (expert)

Date(s)
vor 1600
Geographical references
Material / Technique
Zinn, gegossen
Dimensions
Durchmesser: 46,5 cm

Object Description

Im Umbo der Schüssel ein Medaillon mit Adam und Eva im Paradies nach einem Kupferstich von Etienne Delaune. Darum angeordnet hochovale Felder mit MINERVE und allegorschn Figuren der ASTRONOMIE, RETORIQVE, MVSIQVE, GRAMATIQVE und AREMETIQE mit Namensbeischriften, ebenfalls nach Kupferstichen von Delaune. Zwischen den Ovalen Grotesken mit Hermen. Auf der Fahne in querovalen Feldern die durch Beischriften und Nummern bezeichneten Reiterbildnisse von IVLIVS CAESAR 1, OCTAVIVS C. AVGVSTVS 2, GLAVDIVS TIBERIVS 3, CAIVS CALLIGVLA 4, CLAVDIVS NERO 5, DOMITIVS NERO 6, SERGIVS GALBA 7, M. SILVIS OTHO 8, VITELLIVS 9, FLAVIVS : VNVS 10, TITVS VESPASIANVS 11, DOMITIANVS 12. Zwischen den Ovalen abwechselnd Blumenvasen und groteske Halbfiguren. Keine Marken. Ein zweites Exemplar im Berliner Kunstgewerbemuseum unter Inv. Nr. O-1969,104 aus der Sammlung Bertam, Chemnitz.

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Rastender Herkules (Modellnummer 382)

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Herkules ist an seinen Attributen, der lorbeerblattumrankten Keule und dem Löwenfell, zu identifizieren. Er wendet den Kopf nach links und nimmt so gewissermaßen Kontakt auf zu seiner weiblichen Pendantfigur, "Venus im Muschelwagen". Im Bestand des Kunstgewerbemuseums sind beide Figuren, in jeweils unterschiedlichen Größen, als weiß glasierte (Herkules, Inv. Nr. DM 8) bzw. staffierte Versionen (Venus, Inv. Nr. O-1990,94) vorhanden.Bei der hier besprochenen Herkulesfigur handelt es sich um ein nur schrühgebranntes Exemplar, das vermutlich wegen der Brandrisse, v.a. am Sockel unterhalb des rechten Fußes, nicht in den Glasurbrand gegeben wurde. Abgesehen vom Scherben ist auch der geringe Größenunterschied zur glasierten Version von nur einem Zentimeter ein Indiz dafür, dass es sich nicht um das Tonmodell handelt, das bei einer Schwindung des Porzellans von 16-22 % größer sein müsste. An der detaillierten, fast überzeichneten Oberflächenmodellierung ist zu erkennen, dass der Entwerfer, Wilhelm Christian Meyer (1726-1786), die Verschleifung der Details durch die Glasur einkalkulierte. Wilhelm Christian war ambitionierter Bildhauer und Schüler seines Bruders Friedrich Elias Meyer (1723/24 - 1785). Letzterer war Modellmeister bei der KPM und holte seinen jüngeren Bruder 1766 an die Berliner Porzellanmanufaktur.Weiterführende Informationen sind zu finden in: Dorothee Heim, Die Berliner Porzellanplastik und ihre skulpturale Dimension 1751-1825. Der Sammlungsbestand des Kunstgewerbemuseums Staatliche Museen zu Berlin (=Bestandskatalog XXVI. des Kunstgewerbemuseums SMB), Berlin, Regensburg 2016, S. 307-309, Kat.Nr. 41; Claudia Kanowski, in: C.Kanowski / L. Lambacher: Tönerne Welten. Figürliche Keramik aus sechs Jahrhunderten. Eine Bestandsaufnahme im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin, Sonderdruck aus: Keramos (2015/I), Heft 227, S. 24-27, Abb. S. 26.ClKa