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kora

Ident. Nr.: VII f 89

ObjID: obj:258096

Details (expert)

Creator/Entity
Gevomac (1983),
Sammler*in
Systematics/Type
Geographical references
Dimensions
Länge x Breite x Höhe: 124,5 x 46,4 x 300 cm (bei nichtaufgerichtetem Steg)
Acquisition
Zugang 1979

Object Description

Wie III C 9884 jedoch zwölf Saiten aus gedrehten Hautstreifen und ein hoher Lochsteg aus Holz. In diesem zwei jeweils sechs Perforationen umfassende, vertikale Lochreihen. Als Stegfuß eine zwischen zwei floßartig angelegten Rundhölzchen festgebundene Holzplatte, in deren eingebrannte Bohrung der Steg eingesteckt wird. Die Saitenenden sind direkt um den Hals gewunden und verknotet und hinter der Stegperforation an ein Querholz geknüpft. Die Deckenhaut ist mit riemenartigen Fortsätzen an einen auf der Schalenunterseite ruhenden, in Leder eingeschlagenen Spannring gebunden. Ein zwischen dem Halsspieß und der Stegspitze ausgespannter, doppelt geführter und abschließend querumwickelter Hautriemen. Eine rechteckige Kalebassenöffnung und eine sternförmig angeordnete Schallochgruppe, die beide in Ziernagelung eingefaßt sind. Auch die Membran ist durch eine zusätzliche Ziernagelreihe in der Kalebassenwand verankert. Keine Halteschnur. Für den Export produziert.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (S.271)

Last updated: 21.08.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.