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Deckeldose mit Pflanzendekor

Ident. Nr.: 1892,207 a,b

ObjID: obj:2584776

Details (expert)

Date(s)
19. Jahrhundert
Geographical references
Material / Technique
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 4 x 11 x 6 cm

Object Description

Die kleine fächerförmige Deckeldose ist kunstvoll gearbeitet. Der Eierschalenlack auf schwarzem Grund wird mit einem Dekor von Blättern in rötlich-grünlichem Goldton veredelt. Das Innere von Dose und Deckel ist mit Aventurinlack ausgekleidet. Die Ränder sind vergoldet. Beim Pflanzendekor handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Art der Gruppe Japanischer Fächerahorne (Acer palmatum "Dissectum").
Eierschalenlack: "Aufgrund der Aggressivität und Giftigkeit des ostasiatischen Lacks konnten in früherer Zeit nur wenige natürliche Pigmente verwendet werden, um ihn einzufärben. Die Herstellung eines weißen Lacks war generell nicht möglich. Um dennoch die Farbe Weiß zum Gestalten von Dekoren und dem Grundieren ganzer Flächen herzustellen, legte man kleine Stückchen oder zu Pulver zerriebene Schalen von Wachteleiern in den noch feuchten Lack ein. Traditionell fand und findet diese Lacktechnik besonders in Südostasien Anwendung."
Aventurinlack: "Dies ist ein aus dem 18. Jahrhundert stammender Begriff für die Imitation des japanischen Goldstreugrundes nashiji. Es handelt sich dabei um eine Technik, bei der kleine Metallpartikel – in der Regel Gold – in den noch feuchten Lack eingestreut und abschließend mit einem rötlich-gelben Klarlack überfangen werden. Die europäische Bezeichnung leitet sich von der Ähnlichkeit zum Aventurinstein – auch als „Sonnenstein“ bekannt – ab, einem rötlich-braunen Erz mit Goldschimmer."
abgerufen am 30.9.2020, ABC der Lackkunst von http://www.museum-fuer-lackkunst.de/de/abc
MAKR

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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