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Selompret

Ident. Nr.: VII c 1064

ObjID: obj:2703460

Details (expert)

Systematics/Type
Geographical references
Asien,
Kontinent
Indonesien,
Land/Region
West-Java,
Insel/Region
Material / Technique
Holz
Dimensions
Objektmaß: 48 x 10,5 x 10,5 cm
Länge: 500 mm
Acquisition
Schenkung, 2019

Object Description

Diese Selompret besitzt einen rot bemalten, konischen Korpus. Der Trichter weist acht unterschiedlich gestalteten Ringe auf, die sich an der Korpusspitze fortsetzen. Der Korpus hat sieben frontale Tonlöcher und kein Daumenloch. Er lässt in seiner Gestaltung chinesische Tradition erkennen: Die Tonlöcher sind gerahmt von Holzbuckeln. Die hölzerne Lippenscheibe entwickelt sich aus der Korpusspitze. Das Mundstück besteht aus 2x6 Lamellen aus Palmblatt, die auf einen Federkiel gebunden sind. Es steckt direkt, ohne separaten Rohrträger, in der Korpusspitze. Das Instrument wird in einem Ensemble bei sogenannten „Beschneidungs-Paraden“ eingesetzt.

Last updated: 04.11.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.