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Ident. Nr.: I D 53440 b

ObjID: obj:2780391

Details (expert)

Date(s)
Datierung: 20. Jh.(Anfang)
Systematics/Type
Geographical references
China,
Land
Material / Technique
Pergament, bemalt; Bambus; Metall
Dimensions
Höhe: 33,5 cm

Object Description

Figur aus dem chinesischen Schattentheater (皮影戏; píyǐngxì).

Menschliche Figuren bestehen im chin. Schattentheater traditionell aus bis zu neun beweglichen Teilen (Kulissen und Gegenstände sind dagegen meist aus einem Stück gefertigt), wobei paarweise vorkommende Teile nur einfach gezählt werden. Es handelt sich hierbei um: 

  • den Kopf (meist abnehmbar und auf verschiedenen Körpern zu verwenden)
  • den Oberkörper
  • das Gesäßteil
  • Oberarm
  • Unterarm
  • Hand (in manchen Stilen zweiteilig)
  • Bein (in manchen Stilen zweiteilig)
  • In Sichuan wird oft auch die Kopfbedeckung extra geschnitten.

Meist werden die Figuren im Seitenprofil dargestellt. Kleidung, Haar- und Barttracht orientieren sich am Vorbild der „großen“ Oper des jeweiligen Regionaltyps. Die Größe die Figuren beträgt 40–70 cm im Weststil und 20–47 cm im Osten. Aufbewahrt werden die Figuren in flachen Mappen (bao), die wiederum gemeinsam mit der übrigen Ausstattung in Kisten oder Bündeln transportiert werden.

Last updated: 03.07.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.