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Zwei sitzende Soldaten, Vorstudie für das Gemälde Allegorie des Schöffengerichts „van Gedele“, 1627/28 (Museum voor Schone Kunsten, Gent)

Ident. Nr.: KdZ 13677

ObjID: obj:2844462

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Theodor Rombouts (1597-1637),
Zeichner*in
Date(s)
Herstellung: 1627/28
Systematics/Type
Provenance
Adolf von Beckerath (1834-1915),
bis 1902
Dimensions
Blattmaß: 17,0 x 21,0 cm
Acquisition
1902 mit der Sammlung Adolf von Beckerath, Berlin, erworben

Object Description

Rombouts, ein bedeutender Vertreter des flämischen Caravaggismus, bereitet hier zwei Figuren am vorderen Rand eines mit 4,35 x 3,86 m monumentalen Gemäldes vor, das der Stadtrat von Gent 1627 in Auftrag gegeben hatte. Es zeigt eine Allegorie des Genter Schöffengerichts und diente der Ausstattung eines Gerichtssaals. Heute befindet es sich im Museum der bildenden Künste in Gent.
Die Figuren des Gemäldes sind eine Hommage an die Auftraggeber und die Stadt Gent. Auf einem Thron sitzt die Allegorie der Stadt, zu ihren Füßen liegt ein Löwe, das Wappentier von Gent. Sie ist umgeben von fünf Waisenkindern, für deren Fürsorge das Gericht unter anderem zuständig war. Vom Thron führt eine Treppe herab, auf der jeweils seitlich vier Richter sitzen. Sie repräsentieren die zweite Kammer des Schöffengerichts. Zentral auf der untersten Stufe stehen drei weibliche allegorische Figuren, sie symbolisieren die für ein Gericht unabdingbaren Tugenden Stärke, Weisheit und Mäßigkeit. Rechts vorn sind zwei weitere allegorische Figuren dargestellt: eine sitzende Flussgottheit mit Füllhorn und Wassergefäßen, die für die Schelde steht, und eine weibliche Figur, die die Leie, die in Gent in die Schelde mündet, verkörpert. Die Soldaten im linken Vordergrund sorgen für Ordnung. Zu ihnen gehören auch die beiden Figuren, die Rombouts auf der Zeichnung entwarf. Durch ihre Rückenansicht und ihre Gesten nehmen sie die Betrachtenden mit hinein ins Geschehen. 
Der aus Antwerpen stammende Rombouts lernte bei Frans Lanckvelt und Abraham Janssens. 1616 reiste er nach Rom, wo er bis 1622 blieb. Im Anschluss war er drei Jahre lang für Cosimo II. de'Medici in Florenz tätig und kehrte 1625 nach Antwerpen zurück. Aus Italien hatte er den Einfluss Caravaggios mitgebracht, der sich in dynamischen Kompositionen und einer ausgeprägten Hell-Dunkel-Malerei niederschlug. 

Last updated: 17.09.2026

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Institution:

Kupferstichkabinett