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Das sechst alter der werlt, in: Hartmann Schedel, Chronica

Ident. Nr.: Sign. 2537 CXCVII verso / CXCVIII recto

ObjID: obj:2857599

Details (expert)

Involved
Ausführung: Michel Wolgemut (1434–1519),
Holzschneider*in
Ausführung: Hartmann Schedel (1440 - 1514),
Autor*in
Georg Alt,
Übersetzer*in
Ausführung: Anthoni Koberger (um 1440),
Drucker*in
Ausführung: Sebald Schreyer,
Verleger*in
Ausführung: Sebastian Kammermaister,
Verleger*in
Ausführung: Wilhelm Pleydenwurff (um 1460),
Holzschneider*in
Dating
Herstellung: 1493
Geographical references
Nürnberg,
Stadt
Material / Technique
Typendruck, Holzschnitte
Dimensions
Buchformat: 2°
Höhe x Breite: 46,7 x 32,5 cm
Blattmaß: 43,4 x 30,8 cm

Object Description

Mit 1809 Holzschnitten von 645 Druckstöcken ist die Schedelsche Weltchronik, eine bebilderte Darstellung der Weltgeschichte, das am reichsten illustrierte gedruckte Buch des 15. Jahrhunderts. Besonders berühmt wurde das imposante Werk wegen der zahlreichen topographisch genauen Stadtansichten.

Last updated: 03.12.2025

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Institution:

Kupferstichkabinett

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Eine der schönsten Darstellungen aus der Frühzeit des Kupferstiches bewahrt als Unikum das Berliner Kabinett auf – den sogenannten großen Liebesgarten. Das Thema basiert auf dem französischen »Rosenroman« aus dem 13. Jahrhundert, der außerordentlich weit verbreitet war und auch im 15. Jahrhundert noch gelesen wurde. Eine höfische Gesellschaft hat sich in Sichtweise ihrer Feudalburgen im Freien versammelt, um zu speisen und anderen Vergnügungen nachzugehen. Im Bachlauf werden Weinflaschen gekühlt, und verschiedene Tiere, darunter das mythische Einhorn, bevölkern Wald und Wiese. Alles strahlt einen idyllischen Frieden aus, satirische Anspielungen wie bei dem Liebesgartenstich des Meisters E. S. scheinen hier zu fehlen (vgl. Inv. Nr. 136-1897). Aber Affe und Bär im Vordergrund, im Spiel neckisch vereint, könnten auf das menschliche Liebeswerben und seine negativen Folgen verweisen, galt doch der Affe traditionell als ein sündiges Tier. Vorbild für den Stecher könnte ein Minne-Teppich gewesen sein, denn der motivische Reichtum und die schichtweise Übereinanderstellung von Figuren und Gegenständen erinnern auffallend an den Bildaufbau zeitgenössischer Tapisserien.Es wurde auch vermutet, daß ein Wandgemälde Jan van Eycks in der Burg der Grafen von Holland zu Den Haag (1422–24) als bildliche Quelle gedient habe.Nach dem Berliner Stich und einem anderen Blatt mit ähnlicher Thematik erhielt der unbekannte Meister seinen Namen. Er dürfte um 1435–45 in den Niederlandentätig gewesen sein, vielleicht im Umkreis des Haager Hofes. Seine wenigen Arbeiten sind mit kräftigen Umrißlinien und Kreuzschraffuren gestochen.Text: Holm Bevers in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 169f., Kat. IV.1 (mit weiterer Literatur)