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Vase mit "Sang de bœuf"-Glasur (Ochsenblut)

Ident. Nr.: W-1964,1

ObjID: obj:2945658

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) (gegründet 1763)
Date(s)
Ausführung: um 1890
Geographical references
faktischer Entstehungsort: Berlin
Dimensions
Höhe: 26 cm

Object Description

Die eiförmige Vase mit geschrägtem Hals weist eine beeindruckende Farbintensität der Laufglasuren auf, changierend von Violett zu Grün und Grau. Vorder- und Rückseite differieren dabei völlig. Im Zuge der allgemeinen Begeisterung für ostasiatische Keramik, speziell auch die roten "Sang de boeuf"-Glasuren chinesischer Porzellane, traten die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin und die französische Porzellanmanufaktur in Sèvres in Wettstreit bei der Entwicklung von Farb- und Kristallglasuren. In Berlin wurde der Chemiker Hermann Seger 1878 Leiter der neu gegründeten Chemisch-Technischen Versuchsanstalt der KPM. Hier entwickelte er 1882 nach ostasiatischem Vorbild ein Weichporzellan, das nach ihm benannt wurde. Es wird bei niedrigeren Temperaturen gebrannt als Hartporzellan, sodass Glasuren mit einem breiteren Farbspektrum möglich sind. // Claudia Kanowski

Last updated: 18.08.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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