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Erwerbungsbuch für Sammlungen und Kunstwerke der Ägyptischen Abteilung

Ident. Nr.: EB_AEM-B_SLG_LZ_1962-1968

ObjID: obj:2975502

Provenienz und Bestand. Online-Publikation der Erwerbungsbücher und Zugangsverzeichnisse der Staatlichen Museen zu Berlin. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Details (expert)

Creator/Entity
Zuschreibung unsicher: Staatliche Museen zu Berlin (Berlin, West). Ägyptische Abteilung (1949-1968 (Anfangsdatum ca.) ),
Verfasser*in
Zuschreibung unsicher: Ägyptisches Museum Berlin (West) (seit 1967),
Verfasser*in
Date(s)
Entstehungsjahr: 1962
Entstehungszeit: 1962-1968
Zugangszeitraum: 1962-1968
Additional titles
Collection title: Erwerbungsbuch für Sammlungen und Kunstwerke der Ägyptischen Abteilung
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung: Erwerbungsbuch ÄM. 1962/1-ÄM. 1968/42
Geographical references
Material / Technique
Dimensions
Höhe x Breite: 44 x 30 cm (1)

Object Description

Kollationsvermerk: handschriftlich ohne Seitenzahlen, doppelseitiger Scan einschl. Einband mit 88 Seiten

https://doi.org/10.11588/diglit.68856

Last updated: 17.03.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Hieroglyphischer Papyrus mit dem Totenbuch der Hausherrin Keku

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.V. Lepper