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Das viero alter der werlt / Ansicht von Rom, in: Hartmann Schedel, Chronica

Ident. Nr.: Sign. 2537 LVIII (?)

ObjID: obj:3013100

Details (expert)

Involved
Ausführung: Michel Wolgemut (1434–1519),
Holzschneider*in
Ausführung: Hartmann Schedel (1440 - 1514),
Autor*in
Georg Alt,
Übersetzer*in
Ausführung: Anthoni Koberger (um 1440),
Drucker*in
Ausführung: Sebald Schreyer,
Verleger*in
Ausführung: Sebastian Kammermaister,
Verleger*in
Ausführung: Wilhelm Pleydenwurff (um 1460),
Holzschneider*in
Dating
Herstellung: 1493
Geographical references
Nürnberg,
Stadt
Material / Technique
Typendruck, Holzschnitte
Dimensions
Buchformat: 2°
Höhe x Breite: 46,7 x 32,5 cm
Blattmaß: 43,4 x 30,8 cm

Object Description

Der großformatige Holzschnitt aus der berühmten Schedelschen Weltchronik zählt zu den ältesten topografischen Ansichten Roms. Er kopiert und variiert einen Holzschnitt von Giacomo Filippo, der drei Jahre zuvor in Venedig publiziert worden war. Der Blick geht nach Westen hin zum Vatikan und dem Petersdom. Zentrales Element der Ansicht ist der Tiber, am linken Rand befindet sich das Kolosseum, schräg davor die Dioskuren-Gruppe. Am rechten Bildrand ist die Engelsburg zu sehen, darüber in der Ecke die Belvedere-Villa, wo Van Heemskerck den päpstlichen Statuenhof besuchen wird.

Last updated: 03.12.2025

Contact

Institution:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)