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Inventar 301

Ident. Nr.: IV_KKB-B_DAB_SN_00301-00301_LZ_1831-1878

ObjID: obj:3079455

Credit: Provenienz und Bestand. Online-Publikation der Erwerbungsbücher und Zugangsverzeichnisse der Staatlichen Museen zu Berlin. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Details (expert)

Creator/Entity
zugeschrieben: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin (seit 1831),
Folgeherausgeber*in
zugeschrieben: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin (seit 1831),
Verwalter*in
Zuschreibung unsicher: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin (seit 1831),
Verfasser*in
Date(s)
Entstehungsjahr: um 1900?
Entstehungszeit: um 1900-1945?
Zugangszeitraum: um 1831-1878
Additional titles
Inventar 301
Kupferstichkabinett: Druckgraphik Inventar Alter Bestand bis 1878 Bd. 301
Geographical references
Verwendungsort: Berlin
Entstehungsort: Berlin
Material / Technique
—
Dimensions
Höhe x Breite: 50 x 35 cm (1)

Object Description

Kollationsvermerk: maschinell erstellt ohne Seitenzahlen, einseitiger Scan mit 170 Seiten

Includes: Erwerbungsbücher der Staatlichen Museen zu Berlin

Last updated: 17.03.2026

Contact

Institution:

Kupferstichkabinett

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Rhenen von Westen

Rhenen von Westen

Jacob van Ruisdael gilt als der bedeutendste niederländische Landschaftsmaler, eine Gattung, die in kunsttheoretischen Schriften keinen hohen Rang einnahm.Nur eine weitere Ansicht Rhenens durch van Ruisdael ist erhalten (St. Petersburg); sie zeigt die Stadt aus entgegengesetzter Richtung. Beide müssen auf der Reise nach Bentheim entstanden sein, die der Künstler 1650/1653 unternahm. Das beliebte Motiv des Turmes der Cunera-Kirche als mächtigem, die Landschaft beherrschenden Kennzeichen, wird durch van Ruisdael auf die Spitze getrieben, indem er einen Blickwinkel wählt, der den Baublock der Kirche selbst hinter dem Turm verschwinden läßt, während von dem benachbarten großen Palast, den Friedrich V. von der Pfalz, der sogenannte Winterkönig, sich hier im Exil von Bartholomeus van Bässen hatte bauen lassen, nur die Dächer zu sehen sind. So kann der Kirchturm, in dessen Schatten sich der ganze Ort zu ducken scheint, bei van Ruisdael zum Angelpunkt einer asymmetrischen, aber wohlbalancierten Komposition werden. Dynamik entsteht durch die von links vorn nach rechts hinten schwingende Linie von Weg und Ufer, während die mit großer Leichtigkeit auf das Blatt gesetzten Wolken ein raffiniertes Gegengewicht zu dem aus der Mitte gerückten Turm bilden. (Um so schmerzlicher stört die übergroße Besitzermarke des Zaren.)Typisch für van Ruisdael ist die spürbare Distanziertheit vom Gegenstand, z.B. das Fehlen menschlicher Figuren, die der Darstellung einen Ernst, ja eine Strenge verleiht, die bei anderen holländischen Landschaftern selten zu finden sind.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 222, Kat. IV.75 (mit weiterer Literatur)