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Ident. Nr.: N (17 J) 298/2023

ObjID: obj:3415458

Details (expert)

Geographical references
Material / Technique
Textil, bestickt, Holzimitat
Dimensions
Länge x Breite: 114 x 34,2 cm

Object Description

Der Wandbehang besteht aus einem beigefarbenen Textilstück, das mit einem floralem Muster bestickt ist. Stäbchenförmige, kupferfarbene Perlen sind ebenfalls Teil des Stickmusters und markieren seinen inneren Rand. In die Innenfläche wurde unter Verwendung dieser Pailetten das islamische Glaubensbekenntnis gestickt in arabischer Schrift gestickt (lā ilāh illā allāh, muḥammad rasūl allāh; zu dt.: Es gibt keinen Gott außer Gott; Muhammad ist der Gesandte Gottes).

Mit dem Glaubensbekenntnis transportiert der Wandbehang den ersten und zentralen der klassischen islamischen Glaubenssätze: den Glauben an einen Gott und an die Gesandtschaft Muhammads. Als Einrichtungsgegenstand stellt er für seine Eigentümer*innen sowohl eine Referenz an das Göttliche dar als auch eine sichtbare religiöse Verortung.

Hergestellt wurde der Wandbehang in Syrien, erworben wurde er im Geschäft "Almustafa Berlin" auf der Sonnenallee in Berlin-Neukölln.

Last updated: 08.07.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."