Details (expert)
- Date(s)
- Herstellung: um 1860
- Geographical references
- Material / Technique
- Pannotypie, Wachstuch
- Dimensions
- Höhe x Breite: 11 x 11,5 cmGewicht: 2 g
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/3663449
Object Description
Unikat, Doppelporträt, nahezu quadratischer Ausschnitt. Das Doppelporträt zeigt eine ältere Frau und zu ihrer rechten einen älteren Mann. Beide sitzen und blicken frontal in die Kamera.
Die Frau sitzt aufrecht mit im Schoß gefalteten Händen, ihre rechte Hand ruht leicht auf dem Arm des Mannes. Sie trägt ein weit geschnittenes Kleid mit einem breit karierten Muster. Die Ärmel sind voluminös und enden in weißen Manschetten mit Spitzenbesatz. Am Hals trägt sie einen weißen Kragen mit Spitzen, eventuell mit einer Brosche oder Schleife, an den Ohren hängende Ohrringe. Sowohl an ihrer linken als auch an ihrer rechten Hand sind Fingerringe zu erkennen. Ihr dunkles Haar ist mittig gescheitelt und streng nach hinten geglättet.
Der Mann sitzt ebenfalls gerade, mit leicht angewinkeltem rechten Arm, den er über den Arm der Frau gelegt hat. Er trägt einen dunklen Anzug mit Weste und Fliege. Unter der Weste ist ein weißes Hemd zu erkennen. Sein Haar ist seitlich gescheitelt und glatt gekämmt, an den Wangen sind Kotletten zu erkennen.
Die Frau sitzt aufrecht mit im Schoß gefalteten Händen, ihre rechte Hand ruht leicht auf dem Arm des Mannes. Sie trägt ein weit geschnittenes Kleid mit einem breit karierten Muster. Die Ärmel sind voluminös und enden in weißen Manschetten mit Spitzenbesatz. Am Hals trägt sie einen weißen Kragen mit Spitzen, eventuell mit einer Brosche oder Schleife, an den Ohren hängende Ohrringe. Sowohl an ihrer linken als auch an ihrer rechten Hand sind Fingerringe zu erkennen. Ihr dunkles Haar ist mittig gescheitelt und streng nach hinten geglättet.
Der Mann sitzt ebenfalls gerade, mit leicht angewinkeltem rechten Arm, den er über den Arm der Frau gelegt hat. Er trägt einen dunklen Anzug mit Weste und Fliege. Unter der Weste ist ein weißes Hemd zu erkennen. Sein Haar ist seitlich gescheitelt und glatt gekämmt, an den Wangen sind Kotletten zu erkennen.
Beide sitzen in einem nicht näher definierten Raum, der Hintergrund ist nicht gestaltet.
Das Doppelporträt zeigt vermutlich ein Ehepaar, die Geste der verschränkten Arme verweist darauf. Es ist ein typisches Studioporträt, das die Personen in formaler Pose zeigt. Anders als bei vielen Studioporträts ist der Hintergrund nicht gezeichnet, ebenso wurde auf Requisiten wie Blumen, Bücher, kleine Möbel verzichtet. Der viktorianische Stil der Kleidung und der Frisuren lassen vermuten, dass es sich um ein bürgerliches Paar handelt. Über die dargestellten Personen haben sich keine Informationen erhalten.
Das fotografische Unikatverfahren der Pannotypie (lat. Pannus= Tuch) ist im Verfahren der fast zeitgleich entwickelten Technik der Ambrotypie verwandt. Während bei Ambrotypien eine brom- oder jodsilberhaltige Kollodiumschicht (Kollodiumwolle, Ether und Alkohol) auf eine Glasplatte aufgebracht wird, die nach Belichtung mit einem dunklen Hintergrund versehen wird, um ein Scheinpositiv zu erzeugen, ist hier die Kollodiumsschicht in einem Säurebad von der Glasplatte gelöst worden und auf ein dunkles Wachstuch oder Leder aufgebracht. Dies hatte einerseits den Vorteil, dass die Fotografien ohne Glas robuster waren. Andererseits wurden Pannotypien oft rissig/brüchig, da das Trägermaterial Leder oder Wachstuch unter klimatischen Veränderungen arbeitet. So haben sich Pannotypien über lange Zeiträume hinweg weniger gut erhalten als Ambrotypien.
Wulff & Company stellte das Verfahren erstmals 1853 in der französischen Akademie der Wissenschaften in Paris vor.
Das fotografische Unikatverfahren der Pannotypie (lat. Pannus= Tuch) ist im Verfahren der fast zeitgleich entwickelten Technik der Ambrotypie verwandt. Während bei Ambrotypien eine brom- oder jodsilberhaltige Kollodiumschicht (Kollodiumwolle, Ether und Alkohol) auf eine Glasplatte aufgebracht wird, die nach Belichtung mit einem dunklen Hintergrund versehen wird, um ein Scheinpositiv zu erzeugen, ist hier die Kollodiumsschicht in einem Säurebad von der Glasplatte gelöst worden und auf ein dunkles Wachstuch oder Leder aufgebracht. Dies hatte einerseits den Vorteil, dass die Fotografien ohne Glas robuster waren. Andererseits wurden Pannotypien oft rissig/brüchig, da das Trägermaterial Leder oder Wachstuch unter klimatischen Veränderungen arbeitet. So haben sich Pannotypien über lange Zeiträume hinweg weniger gut erhalten als Ambrotypien.
Wulff & Company stellte das Verfahren erstmals 1853 in der französischen Akademie der Wissenschaften in Paris vor.
Last updated: 02.09.2026
Contact
Institution:
Museum Europäischer Kulturen
Email:
mek@smb.spk-berlin.de