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große Kreuzfliese

Ident. Nr.: 1873,1200

ObjID: obj:3676461

Details (expert)

Dating
um 1262/1263
Geographical references
Material / Technique
Fayence mit Lüsterglasur
Dimensions
Allgemein: keine Angaben

Object Description

Inventareintrag:
Fliese in Gestalt eines Kreuzes mit metallischen Glasuren. Blumenranken. Altpersisch.
Wahrscheinlich aus der Moschee von Veramin bei Teheran in Persien.

dazu in Otto von Falke, Majolika, 1907, S. 18-19:
"Die Fliesen mit Lüsterung sind fast ausschließlich persischer Herkunft. (Pulte 262-264). Zahlreiche, zum Teil verfallene Bauten aus dem späteren Mittelalter besitzen nach den Berichten von Jane Dieulafoy noch größere Mengen davon in der alten Verwendung. Das hervorragenste Denkmal bilden die Fliesen in dem Grabgebäude eines Nachkommen eines der heiligen Imame, der Imamzade Yaya zu Veramin, einer bei Teheran gelegenen Stadt, die nach dem Falle der älteren Hauptstadt Ray im 13. Jahrh. emporblühte. Die Fliesen wurden dem seldschuckischen Bau nach Ausweis der Inschriften auf den Fliesen selbst im Jahre 1262 zugefügt; sie bedecken die Wände des Innenraumes, das Mihrab und den Sarkophag. Eine größere Anzahl davon ist in europäische Sammlungen gekommen; das Museum besitzt zwei, die sich vor den Fliesen aus anderen Bauten durch ungewöhnliche Größe aufzeichnen. (Abb. 3)"

Die Fliese in Kreuzform ist seit dem II. Weltkrieg verschollen. Die dazugehörige Sternfliese, Inv. Nr. 1873,1199,  ist erhalten.
MAKR

Last updated: 25.11.2025

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Les Iris ("Toutes les âmes sont prêtes...")

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"Je nach Lichteinfall entwickelt die Vase ganz unterschiedliche Farbwirkungen, die von glühendem Orange-Rot über tiefdunkles Violett bis hin zu bernsteinfarbenen Brauntönen reichen. Iris- bzw. Schwertlilienpflanzen überziehen in asymmetrischer, lockerer Reihung die gesamte Wandung. In einem aufwändigen Verfahren wurden verschiedene Farbglasschichten in warmem Zustand überfangen und nach dem Erkalten des Glases partienweise, in unterschiedlicher Stärke, ausgeschliffen, so dass die jeweils darunterliegende Farbschicht durchscheint. Erst auf den zweiten Blick zu erkennen ist die feine Gravur auf der Vasenschulter, die sich umlaufend zwischen Blätter und Blüten verteilt. Sie gibt ein Zitat des belgischen Dichters Maurice Maeterlinck (1862–1949) wieder, einem prominenten Vertreter des Symbolismus: „Toutes les âmes sont prêtes, il faut cependant [que] l’une d’elles commence, pourquoi ne pas oser, être l’une qui commence“. Die genaue Botschaft bleibt rätselhaft und der Empfänglichkeit der Betrachter überlassen. Ist unsere Seele die eine bereite Seele, die es wagt zu beginnen?Schöpfer der Vase war Émile Gallé (1846–1904). Mit seinen „vases parlants“, den sprechenden Vasen, verstand er es virtuos, Naturmotive in der Materialsprache des Glases auszudrücken und symbolisch zu überhöhen. Inspirieren ließ er sich dabei von sino-japanischen Vorbildern, darunter chinesischen Glasvasen, von denen sich Beispiele im Berliner Kunstgewerbemuseum befanden. 1885 war Gallé eigens nach Berlin gekommen, um zwei Wochen lang die damals gerade neu erworbenen chinesischen Gläser aus der Sammlung des preußischen Diplomaten Max von Brandt im Kunstgewerbemuseum zu studieren." (Claudia Kanowski, in: Details! 100 Lieblingswerke im Kunstgewerbemuseum, Dresden, Berlin 2018, S. 180f.)ClKa