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Geburt Christi

Ident. Nr.: F 2588

ObjID: obj:3836531

Details (expert)

Date(s)
um 1530
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Deruta (Italien)
Material / Technique
Majolika mit Bemalung
Dimensions
Höhe x Breite: 27 x 21,5 cm

Object Description

Relief aus Majolika, aufrecht viereckige Platte mit ganz flachem Giebel, in Blau mit metallglänzendem Gelb auf weißem Grunde bemalt. Unten in der Mitte das heilige Kind auf einem Töpfchen sitzend, in einem Strahlennimbus, links Maria, rechts Josef, beide in adorierender Haltung, dahinter ein knieender Hirtenknabe mit Dudelsack, und ein Stall mit Ochs  und Esel, in der Ferne zwei betende Hirten mit einer Lämmerherde, drei Bergkegel und eine ummauerte Stadt mit Turm; in den Lüften drei knieende Engel, die ein Spruchband mit der Inschrift: "Gloria in excelsis Dei" halten. Schmaler, erhabener Rand. Die Rückseite weiß glasiert.
Zettelkartei Slg. Figdor

Das Relief konnte nach dem II. Weltkrieg nur fragmentiert geborgen werden.
MAKR

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa