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Schmuckteller aus Jade mit Silbermontierung

Ident. Nr.: 1874,406

ObjID: obj:3943836

Details (expert)

Date(s)
16./17. Jahrhundert
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Indien
Material / Technique
Jade, Silber, Glas, Email
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 4 x 30 cm

Object Description

Der Spiegel des Schmucktellers besteht aus Jade und ist mit einem durchbrochen gearbeiteten, gebogten Rand aus Silber versehen. Auf  Spiegel und Rand sind bunte Glasperlen als Verzierung angebracht. Weiterhin überzieht den dunkelgrünen Spiegel ein zartes Goldornament. Das Rankenwerk, das den durchbrochenen Rand bildet, ist aus farbigem Email gearbeitet.
Von den drei kleinen Füßen in Drachengestalt, auf denen der Teller ruht, fehlte bereits 1874, bei der Übernahme des Stückes in die Sammlung, einer, wie der Inventareintrag Auskunft gibt.
Der Teller gelangte aus dem Nachlass König Friedrich Wilhelm des IV. von Preußen in den Bestand des Kunstgewerbemuseums.
MAKR

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

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Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa