Logo

Vivatglas auf Königin Sophie Dorothea von Preußen

Ident. Nr.: O-1982,88 a

ObjID: obj:4005572

Details (expert)

Involved
Zuschreibung unsicher: Potsdamer Glashütte (1674–1736),
Glashütte
Zuschreibung unsicher: Zechliner Glashütte (1737–1890),
Glashütte
Nennung: Sophie Dorothea (Preußen, Königin) (1687 - 1757),
Dargestellt
Dating
Herstellung: 1735-1740
Geographical references
Dimensions
Höhe: 19,6 cm
Durchmesser: 9,7 cm (Fuß)
Durchmesser: 9,1 cm (Mündung)
Wandungsstärke: 0,3 cm

Object Description

Pokal aus farblosem Glas, breiter Fuß mit ausgekugeltem Abriss am Boden, dekoriert mit einem versenkten und mattierten Spitzblattfries, der massive Schaft ist komponiert aus einem Baluster ebenfalls mit Spitzblättern sowie einem Nodus mit Kugelfries zwischen Trommelscheiben. Am Ansatz der becherförmigen Kuppa wiederholt sich der Spitzblattdekor. Die Schauseite der Wandung ist mit einem mattgeschnittenen Medaillon mit Profilbildnis der Königin Sophie Dorothea von Preußen (1687–1757) geschmückt, bekrönt von der Bügelkrone, gerahmt von Füllhörnern. Die Gegenseite zeigt ihr ebenfalls von der Bügelkrone bekröntes Ligaturmonogramm SDR (Sophie Dorothea Regina). Der verwärmte Mündungsrand ist mit einem polierten Kugelfries dekoriert. Ein ehemals zugeordneter Deckel (Inv.-Nr. O-1982,88 b) ist nicht zugehörig, er weist einen nicht korrespondierenden Dekor auf. Potsdamer Gläser mit der stereotypen Darstellung Sophie Dorotheas, Gemahlin des als "Soldatenkönig" bezeichneten Friedrich Wilhelm I., sind in vergleichsweise großer Anzahl überliefert und bezeugen den schlagartigen Anstieg des Genres nach deren Thronbesteigung im Jahr 1713. Individuelle Merkmale der Abgebildeten waren für die Glasschneider nebensächlich. Zur Wiedererkennung griffen sie auf markante Details von Vorlagen zurück, meist Münzen. So helfen die übernommene Eigenart der Frisur oder Bekleidung bei einer zeitlichen Einordnung dieser Exemplare. Die für dieses Glas zugrundeliegende Münze konnte nicht ermittelt werden. Ein vergleichbarer Becher mit dem Profilporträt Sophie Dorotheas, ebenfalls mit Hermelinmantel um die Schultern und Perlen im Haar, verwahrt die Stiftung Stadtmuseum Berlin (Inv.-Nr. II 94/114 A, publiziert im Themenportal "Brandenburgisches Glas" auf museum-digital.de). Es datiert in die Zeit 1735 bis 1740. [Verena Wasmuth]
MAKR

Last updated: 06.07.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

Additional items from the collections