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Ident. Nr.: V B 3927 e

ObjID: obj:4239807

Details (expert)

Creator/Entity
Paul Ehrenreich (1855 - 1914),
Sammler*in
Systematics/Type
Geographical references
Material / Technique
Ton, Rindenstoff, Bast
Dimensions
Höhe: 21 cm
Länge x Breite: 19,6 x 5,4 cm Bastschurz

Object Description

Tonpuppe mit herabhängenden Armen (K B)

Tonpüppchen, eine Frau darstellend mit einem breiten Lendenschurz aus dünnen Rindenstoff, der bis auf die Knöchel vorne herunterhängt (KW)

Puppe (9 Teile)

Katalog: Das Gesicht der sehr naturalistisch ausgearbeiteten Tonfigur ist deutlich modelliert und zeigt Nasenlöcher, Mund, Stammesabzeichen und das sich abhebende, runde Kinn. Wellenartig geformtes Wachshaar fällt beiderseits des Halses lang über die Schultern herab.

Ein Bastschurz umkleidet Gesäß und kräftige Schenkel, die sich nach unten stark zuspitzen.

Zwischen hals und Nabel ist Körperbemalung angedeutet; außerdem sind Armreifen markiert.

Last updated: 20.08.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.