Logo

Ident. Nr.: III C 36842

ObjID: obj:455904

Details (expert)

Creator/Entity
August Widenmann (1898/1899),
Sammler*in
Date(s)
1900 (um)
Datierung engl.: 19th or 20th century
Systematics/Type
Geographical references
Kamerun,
Land/Region
Material / Technique
Holz; Messing
Dimensions
Objektmaß: 60 x 11,8 x 11,2 cm (mit rückwärtiger Stütze)

Object Description

Kopf und Körper dieser Figur sind abstrahiert und streng symmetrisch um eine Mittelachse angelegt. Der Kopf mit hoher gewölbter Stirn, durch Messingscheiben markierten Augen und einem breiten, leicht geöffneten Mund mit herabhängenden Mundwinkeln ist überproportional groß. Der zylindrische, breite Hals verlängert sich in den Körper, der auf massiven Beinen ruht. Die Hände sind vor der Brust zusammengelegt. Ihre abschreckend wirkende Kraft zeigt sich in einem Bild, in dem Jungendlichkeit und ein beinahe kindliches Gesicht mit runden Augen eine irritierende Beziehung mit Merkmalen wie starrem Blick und schmallippigem, breitem Mund eingehen. / P.J.

Last updated: 28.10.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

Additional items from the collections

樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.