Logo

Der Heilige Antonius, von Dämonen geplagt (Versuchung des Hl. Antonius)

Ident. Nr.: 156-1898

ObjID: obj:459719

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Martin Schongauer (1440/45 - 1491),
Stecher*in
Unbekannt,
Papierherstellung
Date(s)
Herstellung: um 1470
Material / Technique
Kupferstich
Dimensions
Blattmaß: 31,2 x 23,0 cm

Object Description

Die dämonische Darstellung gehört zu Martin Schongauers berühmtesten Arbeiten. Besonders die Dämonen, die an die später entstandenen Monster von Hieronymus Bosch und Matthias Grünewald erinnern, sind für diesen Ruhm verantwortlich. Selbst Michelangelo soll in seiner Jugend den großen Kupferstich nachgezeichnet haben.
Schon wegen der Monogrammform mit steilem Buchstaben M darf man ihn dem Frühwerk Schongauers zurechnen. Auch die abstrakte und gar nicht illusionistische Schilderung des Himmels mit kurzen Strichen spricht für diese Einordnung.

Last updated: 13.08.2026

Contact

Institution:

Kupferstichkabinett

Additional items from the collections

Chinesinnen mit Fasanen. Aus dem "Kinderalbum"

Chinesinnen mit Fasanen. Aus dem "Kinderalbum"

Die Chinesinnen ist eine der wenigen exakt datierten Gouache-Malereien aus dem legendären Kinderalbum Adolph Menzels. Der selbst nachfolgelos gebliebene Künstler hatte die über zwei Jahrzehnte hinweg entstandene Sammlung von ursprünglich 44 Blättern den Kindern seiner Schwester zugeeignet. Etliche Studien nach Fasanen und Chinesen in zwei Skizzenbüchern der Jahre 1867/68 sowie die exakte Datierung lassen vermuten, dass Menzel hier Eindrücke eines Besuchs auf der Weltausstellung während seiner zweiten Paris-Reise 1867 im Bilde verdichtet. Die Verschmelzung der beiden, aus Menschen und Tieren bestehenden Motivgruppen zu einer überaus lebendigen und heiteren Handlung kulminiert in den Farbanalogien der Kleider und Gefieder im Umfeld eines chromatisch ansonsten eher reduzierten Bildraums. Der Betrachter reist, voll gebannt von dem Zauber, gleich mehrfach mit den Augen des Künstlers: nach Paris, ins ferne Asien und ins so märchenhafte wie artifizielle Reich seiner Künste. Text: Hein-Th. Schulze Altcappenberg, in: Wir suchen das Weite. Reisebilder von Albrecht Dürer bis Olafur Eliasson im Kupferstichkabinett, hg. von Hein-Th. Schulze Altcappenberg und Ina Dinter, Berlin 2016, S. 92Chinese Women is one of the few precisely dated gouache paintings from Adolph Menzel’s legendary Kinder-Album. The artist, who was childless, dedicated the collection of originally 44 sheets to the children of his sister. Several studies of pheasants and Chinese subjects in two sketch books from the years 1867/68 and the exact dating lead us to suspect that Menzel was recording impressions of his visit to the world exhibition during his second trip to Paris in 1867. The fusion of the two motifs, consisting of human beings and animals, to a quite lively and cheerful plot culminates in the analogous colors of the clothing and the feathers inside the visual field, otherwise reduced in its use of color. While examining this image, the beholder, spellbound by its magic, travels in several aspects with the eyes of the artist: to Paris, to distant Asia and to the fairy-tale, artificial realm of his arts. Text: Hein-Th. Schulze Altcappenberg, in: We’re off then. Travel Pictures from Albrecht Dürer to Olafur Eliasson in the Kupferstichkabinett, published by Hein-Th. Schulze Altcappenberg and Ina Dinter, Berlin 2016, p. 92