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Ident. Nr.: III A 2164 a,b

ObjID: obj:500442

Details (expert)

Date(s)
1905
Systematics/Type
Geographical references
Herstellungsort: Uganda,
Land
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 85,3 x 12,3 x 9,5 cm (gesamt)
Höhe x Durchmesser: 9,5 x 8,8 cm (Korpus)
Länge: 48,9 cm (Streichbogen)
Objektmaß: a) 85 x 12,5 x 10,5 cm
Objektmaß: b) 4 x 49,5 x 6 cm (Lagermaß)

Object Description

Karteikarte (Musiketh.): Über eine an einer Seite angeschnittene Kokosnuß ist als Membran ein Hautstück gespannt, dessen Ränder auf die Korpusaussenseite umgeschlagen und dort angeleimt sind. Den Korpus durchdringt ein dünner, viereckiger Spieß aus Eisen, der sich zu seinem unteren Ende hin zu einem Fuß abflachend verbreitert. Oberhalb der oberen Korpusaustrittsstelle ist der runde, zu seinem freien Ende hin an Umfang ein wenig zunehmende Seitenträger auf den Spieß gesteckt. Dort, wo ein Wirbelkasten im Hals ausgespart ist, durchdringen von beiden Seiten zwei Flankenwirbel den Stab. Die Saiten, von denen nur noch Fragmente vorhanden sind, verliefen von hier über die Korpusdecke (ein Steg ist nicht erhalten) zu dem durchgesteckten Eisenspieß, an dem sie nahe der Kopuswand und über einer Stoffumwicklung angeknüpft waren. Als Streichbogenstange dient ein dünner, runder und nur leicht gebogener Holzstab, dessen beide Enden mit einer Schnur umwickelt sind. Die Pferdehaar-Besaitung ist an einer Seite unter den Wicklungen festgeklemmt. Die Besaitung ist gerissen und im Augenblick provisorisch an den Steichbogen gebunden.

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.