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Egerländer Bauernhochzeit.

Ident. Nr.: A (54 F 14) 55/1939

ObjID: obj:501090

Details (expert)

Dating
1800/22
Dimensions
Höhe x Breite: 24,8 x 81 cm

Object Description

Querformat. Zwei Papierblätter sind zu einem langen Streifen zusammengeklebt. Dieser ist dreimal gefaltet und einseitig mit Deckfarben bemalt. Auf einem Grasstreifen stehen die Personen. Links der mit vier Ochsen bespannte Kammerwagen mit Betten, von dem ein Mädchen Äpfel hinabwirft. In der Mitte der Kaiser Franzbrun (Karlsbad? Marienbad?) Rechts: Brautmutter, Brautmagd, Granzljungfer, Braut, Brautvater, Bräutigam, Bursche mit Pistole, Dudelsackpfeifer, Geiger, Pfarrer, das Paar kopulierend.
Unter jeder Person ein kurzer handschriftlicher Spruch: v.l.n.r.: "Der Kamerwagen bey einer Egerländer Bauernhochzeit; Kaiser Franznbrun.; Für unsere Kinder wolln wir bethen / das sie den Ehstandt recht antretten; Die Brautmagd ist wohlgemuth/ Die wie die Braut mitmachen duth.; Die Granzljumper jung und fein / muß der Braut am nächsten sein; Die Braut ist sehr betrübt / weil sie in den Ehstand tritt.; Mein Sohn nimt von mir abschidt / ich gieb ihm den Segen mit; Der Bräutigam ist jetzt erfreut / weil er bekomt ein Weib.; Unsern Brautbar zu gefallen / Laß ich die Pistolen gnallen.; Keine Hochzeit ist in Egerland/ wo nicht der Dudlsak ist bekannt.; Der Geiger muß auch lustig sein/ Er muß die Geigen stimmen fein.; Der Himmel segne dieses Baar, / Es lebe glücklig viele Jahr."

Last updated: 12.12.2025

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."