Logo

Ident. Nr.: II B 8763

ObjID: obj:509542

Details (expert)

Dating
1870 - 1880
Dimensions
Länge x Breite: 140 x 90 cm

Object Description

Dieser kaftanähnliche Mantel, bosnisch anterija, war charakteristisch für die städtische Kleidung wohlhabender muslimischer Frauen. Charakteristisch sind u. a. die Hängeärmel des Gewandes, das mit einem Brokatgürtel durch eine Schließe (hier nicht original) zusammengehalten wird.
Je nach Standes- und Religionszugehörigkeit der Träger unterschieden sich die Stadttrachten, die typisch für Sarajewo Anf. des 20. Jh. waren und noch bis zum 1. Weltkrieg getragen wurden.
Obwohl Bosnien-Herzegowina damals zu Österreich-Ungarn gehörte (1879-1918), zeigen Objekte dieser Art – besonders der Schnitt – zusammen mit den Kopfbedeckungen (fes), Gesichtsschleiern, Pumphosen etc. den Einfluss osmanisch-orientalischer Kultur, denn von 1463 bis 1878 gehörte Bosnien zum Osmanischen Reich. Oft wurden diese Textilien in Thrakien, ebenfalls damals unter osmanischer Herrschaft, gefertigt und nach Albanien und Bosnien verhandelt.

Last updated: 12.12.2025

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

Additional items from the collections

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.