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Ident. Nr.: II C 1395

ObjID: obj:515229

Details (expert)

Involved
Julius Konietzko (1886 - 1952),
Sammler*in
Dating
vor 1916
Herstellung: 1910
Geographical references
Material / Technique
Birkenwurzeln, geschält, gespalten
Dimensions
Länge x Breite x Höhe: 20 x 6 x 5 cm

Object Description

Materialprobe: Birkenwurzeln, zu einem länglichen Knäuel aufgewickelt.
Zur Herstellung von Körben, oder Käseformen. Werden vor der Weiterverarbeitung zusammen mit Birkenasche gekocht.

Birkenwurzeln wurden in Spiralwulsttechnik verflochten, beispielsweise zu Mehl-, Säe- und Salzgefäßen.
Das Wurzelflechten hat bei den Sámi eine lange Tradition und wurde bereits von Schefferus im Jahre 1673 beschrieben. Es gibt bei den Sámi viele verschiedene Arten und Größen von Gegenständen, die aus Wurzeln hergestellt werden. Darunter sind verschiedene Körbe, Schachteln, Schalen und Dosen, sowie Käseformen und Flaschen für Salz. Die gröberen Kiefernwurzeln wurden für gröbere Arbeiten, sowie für unterschiedliche Arten von Tauwerk benutzt. Birkenwurzeln dienten für feinere Arbeiten, insbesondere solche, die mit Nahrungsmitteln in Berührung kommen sollten, da ein Kontakt mit ihnen fast keine Auswirkungen auf den Geschmack hat.
Das Material wird vorwiegend in der Nähe von Mooren gewonnen, wo die Wurzeln auf der Suche nach festem Boden besonders lang wachsen. Nachdem die Wurzeln entrindet wurden und die kleineren Nebenwurzeln entfernt wurden, werden die Wurzeln über runde Kanten weich gezogen. Um die Wurzeln zu spalten werden Messer und Hornpfriem als einzige Werkzeuge genutzt.
Es gibt viele Flechttechniken, die sich je nach Zielgegenstand unterscheiden, ihre einzige Gemeinsamkeit besteht darin, dass spiralförmig geflochten wird.

Last updated: 06.03.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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