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Ident. Nr.: II A 6412

ObjID: obj:523972

Details (expert)

Involved
Wulf Köpke (11.02.1986 - 1991),
Sammler*in
Dating
Datierung: 1980er Jahre
Material / Technique
Weide, geschält, geflochten
Dimensions
Länge x Breite x Höhe: 70 x 32 x 13 cm

Object Description

Angefangener Korbboden, bestehend aus acht kurzen, geschälten Weidenruten, die überkreuz gelegt Raum für 16 Staken ergeben. Zwischen den sternförmig auseinanderstehenden Bodenstöcken wurde das kreisrunde Geflecht (über eins unter eins) von Innen begonnen. Die Enden des unvollendeten Geflechts stehen ab.

Dieser Korbboden entstand in Portugal, in der Werkstatt von Korbmacher Antonio de Oliveira Barata, Goncalo.
Die meisten Körbe werden von unten nach oben geflochten, so dass am Anfang der Boden geflochten wird. Die kurzen Ruten - hier sind es 16 - sind genau abgezählt, damit das Geflecht später aufgeht. Ein* Korbmacher*in muss also schon von Beginn an wissen und festlegen, wie der Korb später aussehen soll.  Vor der Verarbeitung wurden die Ruten gewässert, damit sie biegsam sind. Zunächst werden die kräftigen Ruten (Bodenstöcke) mit dünnen Ruten (über eins unter eins) sternförmig umflochten, später werden kräftigere Ruten als Staken verwendet. Wenn der gewünschte Bodendurchmesser erreicht ist, werden zwischen die Bodenruten lange Staken für die Seitenwandung eingesteckt (hier noch nicht vorhanden). 

Last updated: 12.12.2025

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."