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Ident. Nr.: D (26 P 10) 347/1964

ObjID: obj:534422

Details (expert)

Material / Technique
Stoff, Litzen, Glasperlen, Metallschließen

Object Description

Langer, ärmelloser Umhang mit breitem Kragen. Mit hellem, flanellartigem Stoff gefüttert. Roter Stoff mit schwarzen Streublümchen. Die Hauptverzierung sind fein gefältelte Streifen desgleichen Stoffes. Aus derartigen, bald gerade, bald geschlängelt oder doppelgeschlängelt an den Vorderkanten und der Unterkante eine breite Borte. Dazwischen metallfarbene Litzen mit farblosen Glasperlchen. Dazwischen in bunten Seiden kleine, gestickte Rosetten. Der Kragen ist so dicht mit fein gefältelten Streifen besetzt, dass er von weitem wie gestrickt aussieht. An seinen Vorderkanten ist der Kragen mit dem Mantelkragen zusammengenäht. Hier drei gepresste Messingschließen mit Kettchen, ganz oben einfacher Haken und Öse.

Die Lindhorster Tracht war in der Region von Stadthagen bis Haste im heutigen Landkreis Schaumburg verbreitet. Sie wurde zu besonderen Anlässen, v.a. zum Kirchengang, verwendet. Besondere Merkmale sind neben dem roten Stoff auch die weiße Halskrause, das „Hälschen“, sowie eine schwarze Haube, der „Punzmüssen“.

Last updated: 29.06.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."