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Ident. Nr.: D (26 H 3) 334/1959

ObjID: obj:535263

Details (expert)

Dating
1820er Jahre
Geographical references

Object Description

Das Kleid stammt aus der Übergangszeit vom Empire zum Biedermeier und trägt Elemente beider Moden in sich.
Es verfügt über einen breiten, aber flachen Ausschnitt sowie eine recht hohe Taille, die im Rücken etwas tiefer sitzt und an dieser Stelle die Fülle des Rockes in vielen Fältchen aufnimmt. Daher fällt das Kleid an der Vorderseite glatt herab und verhalf seiner Trägerin so zu einer schlanken Gestalt. Das Oberteil ist mit weißem Leinen gefüttert, das hinten geschnürt wird. An den Schnürkanten sind Fischbeinstäbe eingesetzt. Das Kleid schließt im Rücken, wobei ursprünglich vielleicht einmal ein Tunnelzug an der oberen Ausschnittkante verlief. Jedoch fehlen nun die Bänder, die die zwei Rückenteile möglicherweise rafften und miteinander verbanden. Die im oberen Teil ausgestellten Ärmel sind schon zierliche Vorläufer der im Biedermeier beliebten Gigotärmel oder „Hammelkeulen“. Sie verjüngen sich am Unterarm und enden in verzierten Manschetten. Die leichte A-Form des Rockes wird durch eine Wattierung des Saumes ermöglicht, die sich – hier jedoch als schmückender Besatz – am Ausschnitt wieder finden lässt. Der Stoff des Kleides besteht aus seidenen Kett- und baumwollenen Schussfäden, die in einem komplizierten geometrischen Muster fein verwoben wurden.

Last updated: 29.06.2026

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Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."