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Ident. Nr.: D (6 G 58) 485/1969

ObjID: obj:543785

Details (expert)

Dating
Ende 18. Jh.
Material / Technique
Fichtenholz, bemalt
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 179,5 x 148 x 68 cm

Object Description

Der Schrank steht auf fünf gedrückten Kugelfüßen. Seiten abgeschrägt, Simsleiste weit überragend. Altes Schloss mit Schlüssel, linke Tür durch Feder gehalten, Schrankmitte senkrecht unterteilt. Bemalung: die Seiten, der niedrige Sockel und der überspringende Sims sind braun strukturiert. Kante des Sims marmoriert. Sonst blauer Grund: auf den Türen spiegelbildlich (durchs Pausen) oben Maria Hilf, Mitte Dreifaltigkeit und unten Hl. Sebastian bzw. Hl. Florian. Lisenen, obere Abschlussleiste und Anschlagleiste mit Engelsköpfen und Wolken. Oberleiste dazu zwei Augen (Gottes). Auf dem Kapitell der Anschlagsleiste Christus mit Kugel. Auf den Seitenschrägen vielgestaltige, rot umrandete Felder, darin unten Blumen, in der Mitte Grenadier, oben Blütenstaude mit Vogel (Taube?).

Last updated: 29.06.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."