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Ident. Nr.: D (6 M 35) 506/1963

ObjID: obj:543877

Details (expert)

Dating
1863
Material / Technique
Eichenholz, bemalt
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 92 x 185 x 67 cm
Höhe: Sitzfläche 58 cm

Object Description

Die Kufen stehen vorn und hinten über. Die Seitenwände und das Sitzbrett kragen nach hinten auf Kufenlänge aus. Die oberhalb des Sitzbrettes schräg nach hinten aufsteigenden Seitenbrettern sind an der Oberkante bogig ausgesägt. In ihrer Mitte ein Griffschlitz. Das Lehnenbrett hinten ist mit einer Blumenranke bemalt. Die Truhenvorderwand ist durch aufgesetzte Leisten fünffeldrig gegliedert. Kaum erkennbare Malerei: Blumen, oben und unten Schriftstreifen. Schrägbrett und Deckelkante mit eingetieftem Schuppenmuster. Nach der Reinigung ist die Inschrift zu lesen: "Karoline Christine Meinsen N 47 in Holzhausen 1863. Mit Gott in einer jeden sach Den anfang und das ende macht".
Die Felder haben ein kaum erkennbares Zirkelmuster, auf den Leisten zwischen ihnen ein Blumensprossmotiv. Die Schuppenleisten waren ebenfalls bunt bemalt.
vgl: Bernward Deneke, Bauernmöbel, München 1969, Abb. 4 (ähnliche Truhe im Schloß Cappenberg)

Last updated: 29.06.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."