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Ident. Nr.: D (6 M 92) 633/1971

ObjID: obj:543935

Details (expert)

Dating
1. Hälfte 18. Jh.
Material / Technique
Weichholz, bemalt
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 62 x 162 x 70,5 cm

Object Description

Kastentruhe, Deckel mit Rahmen, seitliche Tragegriffe aus Eisen und Eisenbeschlag an der Vorderfront. Die Füße fehlen. Deckel: blauer Grund mit gemalten Feldern, darin Tulpen und Herzen. Die Fassade mit drei Rundbogen-Nischen (Bogenführungen, aufgedoppelte Leisten), die durch Pilaster eingerahmt werden. Die Grundierung ist blau. In den Feldern sind Tulpen in Vasen (rot, gelb, grün). Pilaster eingerahmt von gepunkteten Leisten, mit Volutenformen bemalt. Malerei an den drei linken Pilastern über den Pilastern abgewetzt.
Malerei an den Seiten stark verblasst. An der rechten Seite noch im Umrissen zu erkennen: Tulpenzweige.
Holzrestaurierung 1972: Fugen am Deckel geleimt, da Deckel zusammengetrocknet war, Leiste eingeleimt. Innen neuer Schließhaken aus Schmiedeeisen. Sockel neu angefertigt nach Franz Lipp: Oberösterreichische Bauernmöbel. Entwicklung und landschaftliche Verbreitung der volkstümlichen Möbel in Oberösterreich von den Anfängen bis zur Gegenwart. Ausstellung Schlossmuseum Linz, Juni 1964 bis Herbst 1965. Kataloge des Oberösterreichischen Landesmusems Nr. 48., hrsg. v. Oberöstrreichisches Landesmuseum. Farbrestaurierung.

Last updated: 29.06.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."