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Ident. Nr.: I (9 I) 31/1988

ObjID: obj:572948

Details (expert)

Dating
Gebrauch: um 1940/70
Material / Technique
Rohr, gezogen
Dimensions
Länge x Breite: ca. 80 x 30 cm

Object Description

Bevor es Staubsauger gab, wurden Teppiche durch Ausklopfen gereinigt. Damit der Staub herausfällt, hängte man den Teppich über eine Stange und schlug mit dem Teppichklopfer darauf ein. Die Klopfer werden von Hand aus Klopferrohr, einer 4-7 mm starken Rattanart gefertigt. Sie verdanken ihre Elastizität der Tatsache, dass sie aus einem "Stück", d.h. aus einem (oder zwei) Strängen Rattan geflochten werden. Mithilfe einer Lehre wird das eingeweichte Rohr kunstvoll zu flachen Knoten verschlungen und die langen Enden als Stiel verdreht. (Die Stielkappe, die die Stränge abschließend fixiert, fehlt hier.) Es handelt sich um einen zweifädigen Klopfer, wie er um 1930 beispielsweise von der Firma David Bamberger in Lichtenfels angeboten wurde. Dort und im benachbarten Neusee befand sich seit etwa 1830 ein Herstellungszentrum, welches Klopfer europaweit lieferte. Allein aus Neusee sind etwa 22 verschiedenen Knotenformen bekannt. Häufig bestand Modellschutz für diese Knoten. 

Last updated: 07.07.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."