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Steingewicht mit eingeritzter Gewichtsangabe

Ident. Nr.: ÄM 10711

ObjID: obj:590355

Details (expert)

Involved
L. Paul Philip (1887 - 1909),
Vorbesitzer*in
Dating
Spätzeit
Datierung engl.: Late Period (?)
Additional titles
Collection title: Steingewicht mit eingeritzter Gewichtsangabe
Translation: Weight inscribed with specific measure
Geographical references
Material / Technique
Kalkstein (Material / Stein)
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 4,5 x 6,2 x 7,3 cm

Object Description

Gewichte hatten im Alten Ägypten in vielen Fällen eine rechteckige Form. Sie waren aus Metall oder Stein gefertigt und meist undekoriert. Manchmal waren sie jedoch mit ihren jeweiligen Gewichtseinheiten beschriftet. Auf diesem Beispiel befindet sich die Aufschrift biA 15 (Kupfer-[Deben]: 15). Dies kommt einem Wert von 15 Kupfer-Deben gleich, wobei ein Kupfer-Deben einem Gewicht von 27,3 g entsprach. Bis auf eine minimale Differenz von 0,5 g stimmt das tatsächliche Gewicht des Objekts demnach mit den antiken Angaben überein.
(A. Weber)

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).