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Statuette des menschengestaltigen und Ibisköpfigen Gottes Thot

Ident. Nr.: ÄM 13994

ObjID: obj:591018

Details (expert)

Date(s)
Spätzeit
Additional titles
Collection title: Statuette des menschengestaltigen und Ibisköpfigen Gottes Thot
Translation: Figurine of the Ibis-Headed God Thoth Pouring a Libation
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 12,3 x 2,9 x 5,1 cm

Object Description

Die beiden Figuren ÄM 2420 und ÄM 13994 gehören aufgrund ihrer unterschiedlichen Größe zwar nicht zu derselben Figurengruppe, sind aber beide Akteure in einer bekannten und wichtigen Szene im Krönungsritual des Königs. Der regierende Herrscher wird nach altägyptischer Vorstellung vom führenden Reichsgott ausgewählt und in sein Amt eingesetzt. Dazu erhält er nicht nur die Doppelkrone der beiden Landesteile Ägyptens, sondern wird auch im Krönungsritual mit heiligem Wasser besprengt. Dies wird in der Regel von den Göttern Horus und Thot ausgeführt, die dabei – wie in diesen Statuetten – spezielle Libationsgefäße halten und die Flüssigkeit über den, in dieser Gruppe nicht mehr vorhandenen König ausgießen. Der falkenköpfige Gott Horus ist als Sohn und Nachfolger des Osiris ein mythischer Herrscher Ägyptens, der mit diesem Ritus seinen irdischen Nachfolger einsetzt. Der ibisköpfige Thot ist der Gott der Weisheit, durch dessen Beistand der neue König gerecht regieren kann.
(O. Zorn)

Last updated: 06.08.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Magischer Ziegel mit dem Spruch 151 aus dem Totenbuch

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Der Ziegel wurde aus Nilschlamm hergestellt, mit einer Inschrift versehen und anschließend ungebrannt als Grabausstattung in einer Nekropole von Abydos deponiert.Zusammen mit zwei anderen Ziegeln (Berlin ÄM 15558 und Kairo CG G9442) wurden sie als einzige beschriftete Objekte des Grabes D36 dort vorgefunden. Aufgrund der unzureichenden Dokumentation des Grabfundes, welche zur Wende des 18. und 19. Jahrhunderts durchgeführt wurde, ist die genaue ursprüngliche Lage der Ziegel im Grab nicht bekannt.Die Inschrift dieses Ziegels nennt den Namen der Istencheb, die als Tochter des kuschitischen Herrschers Schabaka im 7. Jahrhundert v. Chr. lebte. Auf allen drei Ziegeln fehlen jedoch ihre königlichen Titel.Solche sogenannten „Magischen Ziegel“ waren Schutzobjekte für die Verstorbenen, indem sie das Grab aus allen vier Himmelsrichtungen vor Gefahren absicherten. Sie sind mit unterschiedlichen Teilen des Totenbuchspruches 151 auf Hieratisch, einer kursiv-hieroglyphischen Schriftform, beschriftet. Es kann angenommen werden, dass diese Sprüche im Rahmen des Begräbnisrituals ausgesprochen wurden. Die Verteilung der Magischen Ziegel ist nicht zwingend auf die geographischen Himmelsrichtungen begrenzt, sondern ist rituell bedingt, da die reine Anwesenheit der Ziegel schon ihre Schutzfunktion garantiert. Auch die Anzahl der mitbestatteten Ziegel ist variabel. Grundsätzlich werden die Ziegel mit bestimmten Schutzsymbolen, und somit auch Himmelsrichtungen, assoziiert. Diese konnten als Figur oder Amulett auf die Ziegel aufgesetzt werden. Bei dem Magischen Ziegel ÄM 15558 hängen eine Statue in Mumienform als Schutzsymbol und der Norden als Himmelsrichtung zusammen.A. Gantenbrink

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