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Kohlgefäß mit Schutzdämonen

Ident. Nr.: ÄM 16138

ObjID: obj:592003

Details (expert)

Involved
Mohareb Todrus (ca. 1847 - 1937),
Vorbesitzer*in
Dating
18. Dynastie
Additional titles
Collection title: Kohlgefäß mit Schutzdämonen
Translation: Kohl Vessel Depicting Protective Demons
Geographical references
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 6,5 x 5,7 cm

Object Description

Viele Objekte für die Schönheitspflege sind aus dem Grabkontext bekannt. Oft waren diese schon zu Lebzeiten genutzt worden und sollten dann ihren Besitzern auch im Jenseits weiterhin gute Dienste leisten. Einige wurden aber auch – wie die hier gezeigten – speziell für die Grabausstattung hergestellt. Dies erklärt ihre filigrane und detailreiche Gestaltung.
Die Salbölpalette hat sieben Vertiefungen mit Beschriftung für die verschiedenen „heiligen Öle“, die bei der Haut- und Körperpflege eingesetzt wurden. Das Miniaturformat weist darauf hin, dass nicht der reale Gebrauch sondern die grundsätzliche Verfügbarkeit der Öle im Vordergrund stand.
Zur Aufbewahrung der schwarzen, in Pulverform hergestellten Augenschminke wurden kleine runde Gefäße verwendet, die Götterdarstellungen und Pflanzenmotive zeigen konnten. Das Pulver wurde mit Wasser auf einem Schminklöffel angerührt und dann mit einem kurzen Stäbchen aus Holz, Bein oder Metall um die Augen herum aufgetragen. Dies diente nicht nur der Schönheitspflege sondern auch der Gesundheit, da die Inhaltsstoffe des Pulvers antibakterielle Wirkung hatten und dadurch vor Augenkrankheiten schützten.

Last updated: 08.06.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).