Logo

Halskette aus 46 Kaurischnecken

Ident. Nr.: ÄM 23582

ObjID: obj:594318

Details (expert)

Involved
Guy Brunton (1878 - 1948),
Grabungsleiter*in
Dating
22.–25. Dynastie
Datierung engl.: Third Intermediate Period
Additional titles
Collection title: Halskette aus 46 Kaurischnecken
Translation: Necklace made of 46 cowrie shells
Geographical references
Dimensions
Länge x Breite: 100 x 1,7 cm

Object Description

Die Kette wurde zusammen mit anderen Ketten in einem Grab in Matmar gefunden. Sie war um den Hals eines Kindes gelegt, das neben einem zweiten Kind in einem Holzsarg bestattet wurde. Aufgrund der Ähnlichkeit ihrer Form zum menschlichen Auge wurde Kaurischnecken eine Schutzfunktion gegen den „Bösen Blick“ zugesprochen. Als Gürtel getragen, konnten sie zusätzlich zum Schutz der Fortpflanzungsorgane dienen.
(J. Jancziak)

Last updated: 22.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Additional items from the collections

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).